04.01.2012 13:41 |

Drama am Berg

Lawine reißt zwei Österreicher in der Schweiz in den Tod

Zwei österreichische Skitourengeher sind bei einem Lawinenunglück im Schweizer Kanton Graubünden ums Leben gekommen. Eine fünfköpfige Gruppe - drei Männer und zwei Frauen im Alter zwischen 23 und 52 Jahren - hatte sich am Dienstag auf dem Weg zum 2.967 Meter hohen Juferhorn befunden, als sich kurz unter dem Gipfel ein Schneebrett löste und vier der Wintersportler verschüttete.

Bei den ums Leben gekommenen Tourengehern handelt es es sich um einen 52-jährigen Mann aus Bregenz und eine 50 Jahre alte Frau aus Dornbirn. Nähere Angaben zu ihrer Identität wollte die Kantonspolizei Graubünden nicht machen. Fest steht, dass die beiden befreundeten Familien Dienstag früh zum Juferhorn aufbrachen. Der Gruppe gehörten der 52-jährige Mann und seine gleichaltrige Ehefrau samt 23-jährigem Sohn an sowie ein Paar im Alter von 50 Jahren.

Auf 2.800 Metern Höhe von Schneebrett erfasst
Die 52-jährige Frau kehrte noch während der Tour vorzeitig um, weil sie sich nicht wohlfühlte. Die anderen vier wurden wenig später auf 2.800 Meter Seehöhe - kurz unter dem Gipfel - von einem Schneebrett erfasst, das sich rund 50 Meter oberhalb von ihnen gelöst hatte.

Der 23-jährige Sohn konnte sich selbst befreien und auch den 50-Jährigen ausgraben, der 30 Zentimeter unter der Schneedecke zu liegen gekommen und unverletzt geblieben war. Da die Tourengeher bestens ausgerüstet waren, konnten sie rasch Hilfe holen. Die Rettungskräfte suchten den 70 mal 150 Meter großen Lawinenkegel ab. In einer Tiefe von 1,10 Metern wurde schließlich der vermisste 52-Jährige geortet, der nur mehr tot geborgen werden konnte. Die 50-jährige Frau kam in kritischem Zustand ins Kantonsspital Chur, wo sie in den Abendstunden verstarb.

Die befreundeten Familien waren laut Polizeiangaben erfahrene Skitourengeher, wie es am Mittwoch hieß.

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