Exporte aus Ukraine

Billiges Getreide: EU-Staaten auf Hilfe angewiesen

Ausland
26.06.2023 15:20

Unterstützung für die Ukraine beim Export von Getreide und anderen Agrarprodukten hat zur Folge, dass mehrere Mitgliedsstaaten nun selbst auf Hilfen angewiesen sind. Am Montag gab Brüssel daher bekannt, dass Bulgarien, Polen, Ungarn, Rumänien und die Slowakei von einer 100 Millionen Euro umfassenden Hilfe aus Agrargeldern der Europäischen Union profitieren sollen. Hintergrund sind Beschwerden über Marktverzerrung und Preisverfall durch stark angestiegene Agrarexporte aus dem Kriegsland.

Nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine hatten Polen und andere Länder in der Region angeboten, beim Transit des ukrainischen Getreides in Drittländer zu helfen, da Russland die traditionellen Handelsrouten blockierte. Doch der Weitertransport stockte, auch weil die Kapazität der Häfen nicht ausreichte.

Mehrere EU-Staaten begehrten gegen die zollfreien Getreideimporte aus der Ukraine auf. (Bild: APA/AFP/Nikolay DOYCHINOV)
Mehrere EU-Staaten begehrten gegen die zollfreien Getreideimporte aus der Ukraine auf.

Ein Teil des für den Transit bestimmten Getreides gelangte auf den polnischen Markt bzw. auf den Märkten anderer osteuropäischer Staaten, was dort zu einem Preisverfall führte. Bauernproteste und zeitweilige Importstopps waren die Folge.  Die EU-Kommission beschloss daraufhin, einheitliche Beschränkungen für den Handel mit ukrainischen Agrarprodukten für fünf östliche EU-Staaten einzuführen.

Beschränkungen gelten vorerst bis 15. September
Anfang des Monats wurden die Maßnahmen für Bulgarien, Polen, Ungarn, Rumänien und die Slowakei verlängert. Dort dürfen Weizen, Mais, Rapssamen und Sonnenblumenkerne aus der Ukraine bis zum 15. September nicht mehr frei gehandelt werden.

Paket für restliche EU-Länder in Arbeit
Ende März war bereits eine 56-Millionen-Hilfe für polnische, rumänische und bulgarische Landwirte beschlossen worden. Derzeit werde auch an einem dritten Paket für die restlichen 22 EU-Länder gearbeitet, sagte eine Sprecherin der EU-Kommission.

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