Betont bürgernah gibt sich die EU-Kommission, um der Kritik einer abgehobenen Brüsseler Behörde entgegenzutreten. Die „Generaldirektion Wettbewerb“ organisiert dafür fünf Diskussionen zum Thema „Märkte sind für Menschen da – oder umgekehrt?“ in fünf mittelgroßen europäischen Städten. Für Österreich kam Salzburg zum Zug, mit einem Podium im Schloss Leopoldskron mit viel Salzburg-Bezug.
Nach einleitenden Worten von Gabriel Felbermayr, Direktor des Wirtschaftsforschungsinstituts, diskutierten die ORF-Brüssel-Korrespondentin aus Salzburg, Raffaela Schaidreiter, Ex-Politiker und Gastronom Sepp Schellhorn, Hausherr Martin Weiss, Präsident des Salzburg Global Seminar, und Natalie Harsdorf-Borsch, interimistische Generaldirektorin der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) über das Spannungsfeld zwischen Mensch und Markt.
Podium war einig: Märkte sollen Menschen dienen
Schnell waren sich die Diskutanten bei der Feststellung von Weiss einig, dass die Märkte natürlich den Menschen zu dienen hätten, allerdings mit unterschiedlichen Schwerpunktsetzungen. Jeder Markt sei vom Menschen gemacht, gab Felbermayr zu Bedenken. Schellhorn hielt die Fahne des freien Marktes hoch und machte damit den liberalen Neos-Ideen alle Ehre. „Der freie Markt führt immer zu Wachstum“, sagte er.
Harsdorf-Borsch wandte ein, dass es so etwas wie Marktversagen gebe. Viele Meldungen aus der Bevölkerung bei der BWB würden zeigen, dass die Bürger merken, wenn beim wirtschaftlichen Wettbewerb etwas schief läuft. „Unser Eindruck ist, viele Menschen haben schon eine Vorstellung davon, was Wettbewerb ist“, sagte sie.
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