Suche auch in Tirol

Verschollener E-Biker übernachtete in Bushäuschen

Tirol
23.06.2023 11:35

Großes Aufatmen im Grenzgebiet zwischen Tirol und Bayern: Jener 52-jährige E-Biker, der am Donnerstagnachmittag im Zuge einer Tour spurlos verschwunden war, ist Freitagfrüh von der deutschen Polizei unversehrt angetroffen worden. Nachdem der Mann, der zusammen mit seiner Frau zum Ausflug aufgebrochen war, nicht bei einem vereinbarten Treffpunkt aufgetaucht war, wurden dies- und jenseits der Grenze Suchaktionen in die Wege geleitet.

Der 52-jährige E-Biker war am Dienstagnachmittag mit seiner Frau auf Forstwegen zwischen Bayralm, Schwaigeralm und Gufferthütte unterwegs. Dabei entschloss sich der Mann, eine andere Route als seine Frau zu fahren. Beide hätten sich schließlich auf einem Forstweg zwischen der Bayralm und der Schwaigeralm wieder treffen sollen.

Ehefrau schlug Alarm
Doch der 52-Jährige tauchte beim vereinbarten Treffpunkt nicht auf. Nach einiger Zeit schlug seine Gattin Alarm. Am späten Nachmittag wurde daraufhin zunächst von der deutschen Polizei im Bereich Wilderlochberg im Grenzgebiet zwischen Österreich (Brandenberger Alpen) und Deutschland (Kreuth beim Tegernsee) eine Suchaktion eingeleitet.

Zuletzt bei Alm gesehen
Es stellte sich heraus, dass der Mann zuletzt gegen 18.30 Uhr von der Wirtin der Bayralm gesehen worden war. „Da die Suche der alarmierten Bergwacht Rottach im Gemeindegebiet von Kreuth keine weiteren Erkenntnisse zum Aufenthaltsort des Mannes brachte, wurde das Suchgebiet auf das österreichische Staatsgebiet und somit die Gemeinde Brandenberg ausgeweitet“, hieß es vonseiten der Polizei.

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Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse und der aufkommenden Gewitter konnte der Hubschrauber nicht eingesetzt werden.

Die Tiroler Polizei

Fünf Bergretter der Ortsstelle Kramsach suchten daraufhin gemeinsam mit einer Polizeistreife großräumig den Bereich Kaiserhaus und Erzherzog Johann-Klause ab. „Auf keinem der Wege konnte eine Spur des Vermissten entdeckt werden. Auf der deutschen Seite wurde versucht, eine Drohne sowie einen Hubschrauber einzusetzen. Aufgrund der schlechten Witterungsverhältnisse und der aufkommenden Gewitter konnte der Hubschrauber aber nicht eingesetzt werden“, so die Ermittler weiter. 

In der Nacht war die Suche abgebrochen und Freitagfrüh dann wieder fortgesetzt worden.

„Verkettung unglücklicher Umstände“ 
Freitagvormittag dann die Entwarnung: Der 52-Jährige konnte auf einem Radweg in Bayern unversehrt von einer Polizeistreife angetroffen werden. „
Wie sich im Nachhinein herausstellte, war es eine Verkettung unglücklicher Umstände“, berichtete die bayrische Polizei.

Das Pärchen hatte sich beim vereinbarten Treffpunkt wohl verpasst. Der Mann wollte seiner Frau offenbar entgegenfahren - diese hatte aber eine andere Route für die Talfahrt gewählt. „So fuhren sie quasi, ohne sich zu begegnen, aneinander vorbei“, so die Ermittler.

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Als es zu dunkel wurde, nächtigte er in einem Bushäuschen in Achenwald. Unglücklicherweise waren auch die Akkus der beiden Handys leer, die der Mann mitführte.

Die bayrische Polizei

Der Mann fuhr dann weiter über die Johannklause zur Gufferthütte zurück und weiter Richtung Achenwald. „Als es zu dunkel wurde, nächtigte er in einem Bushäuschen in Achenwald. Unglücklicherweise waren auch die Akkus der beiden Handys leer, die der Mann mitführte. Hinzu kommt, dass auf dieser Mountainbike-Runde teilweise überhaupt kein Empfang herrscht.“

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