Ärger mit Vermieter

Nichtraucher soll für Brandloch im Mietauto zahlen

Tirol
23.06.2023 07:00

Ein Kratzer im Lack, eine Delle am Dach oder ein beschädigter Fahrersitz: Immer wieder ärgern sich Tiroler über Forderungen von Autovermietern, obwohl die Fahrzeuge offenbar ordnungsgemäß zurückgegeben wurden.

Der Frust ist nach wie vor groß: Nach der Rückgabe des geliehenen Kleintransporters flatterte Konrad Fuchs (Name geändert) eine saftige Rechnung ins Haus. Für eine Delle am Dach des Vans sollte der Tiroler an Autovermieter Sixt knapp 3000 Euro zahlen. Doch Fuchs beteuerte, den Schaden nicht verursacht zu haben und setzte sich zur Wehr. Die ursprüngliche Forderung wurde auf den Selbstbehalt von 900 Euro reduziert. Der 50-Jährige wird sich sein Mietauto künftig sicher genauer anschauen.

Dubiose Forderung offenbar kein Einzelfall
Doch er ist nicht der Einzige, der sich von Autovermietern über den Tisch gezogen fühlt. Mehrere „Krone“-Leser können ähnliche Geschichten über dubiose Forderungen berichten. „Genau dasselbe ist mir vor drei Jahren auch passiert“, meint etwa eine Akademikerin. „Die Leihautofirma stellte einen Schaden fest, den ich nicht verursacht habe.“ Eigentlich hätte die Frau die gesamte Lackierung zahlen müssen, doch dann einigte man sich – wie im Fall von Herrn Fuchs – „kulanterweise“ auf die Bezahlung des Selbstbehaltes.

Ein Tiroler soll für die Delle am Van verantwortlich sein. (Bild: zVg, Krone KREATIV)
Ein Tiroler soll für die Delle am Van verantwortlich sein.

Einem Ingenieur aus Niederösterreich flatterte sogar zweimal eine laut ihm unberechtigte Rechnung ins Haus. „In einem Fall wurde mir vorgeworfen, für ein Brandloch im Fahrersitz – verursacht durch eine Zigarette – verantwortlich zu sein. Ich bin aber Nichtraucher“, schüttelt der Leihautobezieher den Kopf.

„Gründliche Prüfung bei jeder Fahrzeugrücknahme“
Bei Sixt betont man, dass die Fahrzeuge bei jeder Rücknahme gründlichst auf Neuschäden geprüft werden: „Jeder Schadensfall wird dann auch noch von zwei weiteren unabhängigen Abteilungen geprüft.“

Die drei „Krone“-Leser bezweifeln, dass dies immer geschieht. „Sie probieren es halt, irgendwem einen Schaden aufs Auge zu drücken“, meint etwa der Ingenieur aus Niederösterreich. Er selbst fertigt seit seinen Problemen mit Sixt immer Videos vom Mietauto an – auch innen!

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