Von Farm aufs Teller

Wirte-Paar ging nun unter die Straußenzüchter

Oberösterreich
17.06.2023 12:30

Straußensteak, Straußenlasagne, Straußengulasch, Straußenspeck! Exotik ist im Traditions-Gasthaus „Zum Reihofer“ in Wels eingekehrt. Dabei lassen sich die Jung-Gastronomen Michaela Schimek und Michael Eschlböck das Fleisch nicht liefern. Sie züchten die Riesenvögel auf der kürzlich eröffneten Straußenfarm selbst.

Seit etwas mehr als drei Jahren führen Michaela Schimek (28) und Michael Eschlböck (31) das Traditions-Gasthaus „Zum Reihofer“ in Wels. Neben dem Wirtshaus führt das Pärchen nun auch eine Straußenfarm. Auf den Geschmack ist das Pärchen vor etwas mehr als drei Jahren gekommen.

Von Größe der Vögel überrascht
Es erwarb im Straußendorf in Taukirchen/Trattnach die ersten drei Straußenküken: „Anfangs waren wir sehr überrascht, wie rasch die Tiere groß werden. Bereits nach drei Monaten waren sie so hoch wie ein Tisch“. Weil auch die Neugier der Gäste immer größer wurde, entschlossen sie sich für das Straußen-Experiment.  2020 legten sie den Grundstein für den eigenen Brutbetrieb. „Wie es der Zufall wollte, konnten wir aus einer ehemaligen Putenbrüterei einen Vorbrüter und einen Schlupfbrüter ergattern und für Straußeneier umbauen.“

Letztes Jahr schlüpften 60 Jungtiere
Auf Anhieb wurden 30 Jungtiere nachgezüchtet. Letztes Jahr schlüpften bereits 60 Jungtiere. „Die Tiere verbringen 365 Tage im Jahr auf einer 30.000 Quadratmeter großen Laufwiese“, erzählt das Duo. „Die Brutdauer beträgt 28 Tage im Vorbrüter und weitere vier Tage im Schlupfbrüter. Dann wird mittels eine Lampe festgestellt, ob die Eihaut vom Küken bereits durchstochen wurde. Ist das der Fall, muss innerhalb von 24 Stunden mittels eines Schraubenziehers ein kleines Luftloch durch die harte Eischale geklopft werden. In der Natur übernimmt diese Aufgabe der Hahn, hier helfen wir mit“, so die Straußenzüchter.


Viele der Gäste wollen die Tiere natürlich auch auf der Wiese sehen: Eschlböck mahnt zu Vorsicht:„Unsere Tiere sind sehr zutraulich. Jedoch sollte man ihnen dennoch stets mit dem nötigen Respekt begegnen. Sie sind durchaus in der Lage einen Löwen mit bloß einem kräftigen Tritt zu töten. In der Brunft nehmen wir daher die Eier mittels Traktor ab.“

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