Nach Gleichständen und einer gesprengten Sitzung wurde in Wilhelmsburg im zweiten Anlauf ein neuer Stadtchef gewählt. Peter Reitzner (SPÖ) ging dieses Mal als Sieger hervor.
Nicht nur mit dem Ablauf von internen Wahlen hat die SPÖ zu kämpfen. Auch die Bürgermeister-Wahl in Wilhelmsburg im Bezirk St. Pölten verlief alles andere als reibungslos.
Mit einem Misstrauensantrag begann es
Ein Rückblick: Nach einem Misstrauensantrag - unter anderem von der eigenen Partei - trat SPÖ-Bürgermeister Rudolf Ameisbichler Anfang Mai zurück. Rund eine Woche später hätte sein Nachfolger gewählt werden sollen. Hätte! Denn die Sitzung endete im Chaos. Zunächst einmal reagierten die Sozialdemokraten auch äußerst verärgert, dass die Volkspartei mit Unterstützung der FPÖ kurzfristig einen Gegenkandidaten präsentierte. „Das hat die konstruktive und überparteiliche Zusammenarbeit wieder zerstört und respektiert zudem auch nicht den Wählerwillen“, heißt es seitens der SPÖ.
12:12, 14:14
Gleich zweimal gab es dann bei der Abstimmung zwischen Peter Reitzner (SPÖ) und Simon Obermayer (ÖVP) Gleichstand. Zuerst ging es 12:12 aus (bei drei ungültigen Stimmen), dann 14:14. Dass es zuerst 27 Stimmen und dann 28 gab, lag nicht an einem internen Rechenfehler, sondern an einem Mandatar der Volkspartei, der erst zum zweiten Durchgang erschienen war. Weil für SPÖ und Grüne unklar war, ob das erlaubt ist, verließen die beiden Parteien vor dem dann fälligen Losentscheid den Saal – die Sitzung wurde abgebrochen. Letzterer wäre auch nicht demokratisch gewesen, betonten die Sozialdemokraten im Anschluss.
„Egal, was passiert ist...“
Am Montag traf man sich wieder. Und dieses Mal brachte gleich der erste Durchgang die Entscheidung. Reitzner setzte sich mit 16:13 gegen Obermayer durch (weil dieses Mal alle 29 Mandatare anwesend waren). „Egal, was in den letzten Wochen passiert ist, egal, welche Enttäuschungen es gegeben hat, jetzt ist es wichtig, gemeinsam an einem Strang zu ziehen“, sagte Reitzner schließlich in seiner Antrittsrede.








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