Wegen Personalmangel

Sogar Geschäftsführer springt als Buslenker ein

Oberösterreich
16.05.2023 17:30

Der OÖ Verkehrsverbund wirbt mit Kampagne um zukünftige Lenker, denn viele Stellen im Bundesland sind derzeit (noch) unbesetzt. Die dünne Personaldecke führte in der Vergangenheit auch bereits zu Kursausfällen.

„Der Job ist einfach cool.“ Auch nach 24 Jahren ist Gerhard Hanglers Leidenschaft für seinen Beruf stark wie eh und je. Der 50-Jährige ist mit dem Postbus in der Region Vöcklabruck unterwegs und sorgt dafür, dass bis zu 80 Personen je Fahrt sicher an ihr Ziel gelangen. Besonders schätzt der Buslenker den Kontakt zu den Fahrgästen. „Man muss Menschen mögen, viele erzählen was sie beschäftigt, zum Beispiel vom Tod ihrer Katze“.

Öffis sollen ausgebaut werden
„Der öffentliche Verkehr wird laufend ausgebaut“, verspricht Landesrat Günther Steinkellner (FP), „dafür braucht es Menschen, die sich für den Lenkerberuf entscheiden.“ Grund genug für den OÖ Verkehrsverbund, die Kampagne „Ohne dich geht’s nicht“ ins Leben zu rufen. Inhalt: Die Menschen hinter dem Lenkrad werden vor den Vorhang geholt und sollen andere für den Job begeistern.

Fakten

Darum geht´s
120 Buslenker fehlen in Oberösterreich. Für den Beruf muss man mindestens 21 Jahre alt sein und einen Führerschein der Klasse D besitzen.

Frauen auf dem Vormarsch
Auf der Webseite www.buslenker.at können sich Interessierte näher über das Berufsbild informieren, das längst keine Männerdomäne mehr ist. Jeder zehnte Bus wird mittlerweile von einer Frau gelenkt, die Teilzeitquote liegt bei 15 Prozent.

Zitat Icon

Zu Stoßzeiten hilft fallweise sogar der Geschäftsführer aus.

Robert Stöbich, Betriebsleiter sabours

Besonders zu Stoßzeiten gefordert
Auch Robert Stöbich, Betriebsleiter bei sabtours, kennt die Probleme, die die Personalknappheit mit sich bringt. 234 Lenker sind hier im Einsatz, rund 25 fehlen. „Zu Stoßzeiten müssen schon mal Disponenten und Werkstatt-Mitarbeiter mit Busschein einspringen, fallweise hilft sogar der Geschäftsführer aus“. Denn die Mitarbeiter fühlen sich den Fahrgästen verbunden: „Wenn Irmi morgens keinen Bus hat, haben sie keine ruhige Minute im Bett“.

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