Innsbruck Tourismus ließ von Profis ein „Nachhaltiges Mobilitätskonzept“ für das westliche Inntal und das Mieminger Plateau entwickeln. Das trieb bereits eine große Blüte: Die lange geforderte direkte Busverbindung vom Plateau in das Inntal wird im Herbst realisiert.
Bereits im letzten Jahr startete Innsbruck Tourismus gemeinsam mit den Gemeinden Silz, Mötz, Stams und Rietz sowie jenen des Mieminger Plateaus die Entwicklung eines sogenannten „Nachhaltigen Mobilitätskonzeptes“. Klares Ziel: Reduktion des Individualverkehrs von Einheimischen und Touristen. Die Klima- und Modellregion Imst und die Regionalförderung sind Projektpartner. Nach einem umfangreichen Partizipationsprozess mit Einheimischen und Gästen präsentierte am Mittwoch das beauftragte Unternehmen „Planoptimo“ im Gemeindesaal Wildermieming die mit Spannung erwarteten Ergebnisse, die Grundlage für ein Zukunftskonzept werden sollen.
Ab Herbst wird es eine neue Busverbindung von Barwies über den Bahnhof Mötz nach Silz geben.
Florian Hauser
Einige Projekte bereits in konkreter Umsetzung
„Danke für die gute und engagierte Arbeit aller Beteiligten“, begrüßte Barbara Plattner, Geschäftsführerin von Innsbruck Tourismus, die fast vollzählig erschienenen Bürgermeister und die zahlreichen Interessierten. Denen brennt ein Thema am heißesten unter den Nägeln: Die ewig diskutierte und nie realisierte Busverbindung vom Mieminger Plateau ins Inntal. Die dazugehörige Bombe ließ der Vortragende Florian Hauser gleich anfangs platzen: „Ab Herbst wird es eine neue Busverbindung von Barwies über den Bahnhof Mötz nach Silz geben.“
Die Taktung mit der Bahn orientiert sich allerdings nach Westen in Richtung Imst, was im Publikum für etwas Überraschung sorgte. In Richtung Innsbruck sei die Anbindung bereits zufriedenstellend gegeben, hieß es seitens des Konzeptentwicklers. Eine zweite neue Linie in Richtung Telfs sei ebenfalls geplant, diese müsse allerdings noch ausverhandelt werden. Auch bei den Betriebszeiten werde es einen Quantensprung geben. Anrufsammeltaxis mit externen Haltepunkten sollen den Linienverkehr ergänzen.
Lücken im Radwegenetz schließen
Neben den Öffis lag auch ein Fokus auf dem Radfahrverkehr. „Hier raten wir dringend, das Radwegenetz auszubauen beziehungsweise Lücken zu schließen“, sagte Hauser. Der Ausbau Wildermieming-Telfs sei bereits im Gange. Der Radweg durch Mieming werde nach dem LWL-Ausbau in Angriff genommen, bestätigte BM Martin Kapeller. Die Beschilderung müsse grundsätzlich verbessert und Radabstellplätze sollen in einer Zeit von teuren E-Bikes modernisiert werden.
Zum Thema PKW-Verkehr sei ein Tempolimit von 30 km/h im Siedlungsgebiet ebenso erstrebenswert wie eine einheitliche Parkraumbewirtschaftung in der Region. Tagesparkplätze sollen überall auch mit Gästekarte kostenpflichtig sein. Ausgenommen Parker mit einem VVT-Ticket, damit das übergeordnete Ziel, nämlich die Forcierung der Öffis, gewahrt bleibt. Eine weitere Fülle von Vorschlägen zeugte von exakter, detaillierter Denkarbeit im Vorfeld. Nun kommt Erich Kästners Weisheit ins Spiel: „Es gibt nichts Gutes, außer man tut es!“








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