Die Strompreise bleiben vorerst auf einem hohen Niveau. Die Ungeduld wächst - noch gibt es in der Steiermark aber keine Klagen gegen Energie-Anbieter.
Die Strompreise sinken im Großhandel seit Längerem - wann kommt das auch bei den Endkunden an? Die Energie Steiermark hat zwar als erstes Landesenergieunternehmen eine Reduktion in Aussicht gestellt, Ausmaß und genauer Zeitpunkt sollen aber erst in Kürze verkündet werden, hieß es am Donnerstag. In Salzburg und Vorarlberg haben die Landes-Firmen mittlerweile bereits Preissenkungen mit 1. Juli fixiert.
Urteil gegen Verbund sorgt für Aufsehen
Auf einer heiklen Front bleiben steirische Energie-Firmen derweil verschont: In Österreich häufen sich Klagen wegen der starken Preiserhöhungen im Vorjahr, diese seien rechtlich nicht korrekt gewesen, gerade bei Firmen, die viel eigenen Strom aus Wasserkraft erzeugen und weniger Strom zukaufen müssen. Der Verbund hat in einem aufsehenerregenden Urteil bereits erstinstanzlich verloren.
Bei der Energie Steiermark zeigt man sich entspannt: „Wir haben unsere allgemeinen Geschäftsbedingungen schon vor einem Jahr angepasst.“ Zudem ist in der Steiermark die eigene Energieerzeugung nicht so groß wie in anderen Bundesländern.
Keine Klagen gegen steirische Firmen
Der Verbraucherschutzverein hat laut Sprecher Peter Kolba keine Klagen gegen steirische Firmen eingebracht. Und auch die Arbeiterkammer plant im Gegensatz zu anderen Bundesländern (Tirol, Salzburg) keine Gutachten zu (möglicherweise rechtswidrigen) Preiserhöhungen einzuholen, sagt Energie-Experte Karl-Heinz Kettl. Er wünscht sich jedoch mehr Transparenz („Die Branche soll Beschaffungskosten gegenüber den Behörden offenlegen“) - und Preissenkungen noch vor dem Sommer.
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