Ausbildung zeitnah
Erste Kampfpanzer in drei Monaten in der Ukraine
Die deutsche Bundesregierung will nun laut Bundeskanzler Olaf Scholz rasch zwei Panzer-Bataillone mit Leopard-2-Panzern zusammenstellen. Verteidigungsminister Boris Pistorius erläuterte am Mittwoch den Zeitrahmen: Die ersten Geräte könnten in drei Monaten in der Ukraine sein. Mit der Ausbildung ukrainischer Soldaten solle aber möglichst zeitnah begonnen werden.
Nun müsse auch möglichst rasch mit der Klärung der Nachschubwege begonnen werden, erklärte Pistorius nach einer Sitzung des Bundestags-Verteidigungsausschusses in Berlin. Für den SPD-Politiker ist die Entscheidung zur Lieferung von deutschen Kampfpanzern „historisch, weil sie international abgestimmt geschieht, und weil sie in einer höchst brisanten Lage in der Ukraine geschieht“. Die Bundesregierung wird auch seinen Partnerländern die Genehmigung geben, eigene Leopard-Panzer an die Ukraine zu liefern. Am Dienstag hatte Polen einen entsprechenden Antrag gestellt.
Moskau: „Weitere eklatante Provokation“
Russland warnte davor, dass die Lieferung westlicher Kampfpanzer den Krieg eskalieren lassen würde. Die Lieferung von Kampfpanzern durch die Vereinigten Staaten wäre eine „weitere eklatante Provokation“, sagte Russlands US-Botschafter Anatoli Antonow am Mittwoch. „Es ist offensichtlich, dass Washington absichtlich versucht, uns eine strategische Niederlage zuzufügen“, fügte er auf Telegram hinzu. „Wenn die Vereinigten Staaten beschließen, Panzer zu liefern, dann kann man einen solchen Schritt definitiv nicht mit dem Argument der ,Verteidigungswaffen‘ rechtfertigen.“
Bidens Panzer-Ankündigung erwartet
Nun wird erwartet, dass auch Washington offiziell verkündet, eigene Kampfpanzer des Typs Abrams zur Verfügung zu stellen. Am Dienstag berichtete das „Wall Street Journal“, dass eine Ankündigung über die Zusage „einer größeren Anzahl“ der M1-Abrams zur Abwehr des russischen Angriffskriegs noch diese Woche kommen könnte. US-Präsident Joe Biden habe Scholz in einem Telefonat vergangene Woche zugesagt, eine solche Lieferung prüfen zu lassen, meldete das Blatt unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen.






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