Motiv: Verletzte Ehre

Toter im Helenental: Tat nach 15 Jahren geklärt

Erfolg für die Ermittler der Polizei: Nach 15 Jahren konnte der Tod eines damals 23-jährigen Tschetschenen im Jahr 2007 im Helenental in Niederösterreich geklärt werden. Das Opfer war damals durch drei Schüsse auf dem Parkplatz einer Asylunterkunft getötet worden. Nun konnte der mutmaßliche Täter ausgeforscht werden. Sein Motiv: Er hatte sich in seiner Ehre massiv gekränkt gefühlt. 

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Zur Tat kam es am 6. April 2007. Mit drei Schüssen wurde das 23 Jahre alte Opfer getötet. Es folgten Ermittlungen, jedoch ohne Ergebnis. 15 Jahre lang blieb der Mordfall ungelöst.

Anfang dieses Jahres wurde der Akt neuerlich begutachtet. Es folgten neuerlich Ermittlungen, Befragungen von Informanten, einmal mehr wurden Zeugen einvernommen. Die Ermittler gelangten so auf die Spur eines damals 29-jährigen Landsmannes des Opfers - und konnten ihn in weiterer Folge überführen, allen voran durch Zeugenaussagen, die ihn eindeutig als Beschuldigten belasten.

Verletzte Ehre als Motiv für Mord
Auch das Motiv für die Tat konnte geklärt werden: die verletzte Ehre des Beschuldigten. Dieser war seinem späteren Opfer bei mehrfachen körperlichen Auseinandersetzungen unterlegen gewesen. Dies habe der damals 29-Jährige nicht akzeptieren können, berichtete die Polizei am Donnerstag. 

Schon damals unter Verdacht, aber keine Beweise
Der mutmaßliche Täter hält sich seit längerer Zeit in seiner Heimat auf. Seitens der Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt wurde eine nationale und europäische Festnahmeanordnung erlassen. Der Mann war schon 2007 verdächtig und hatte sich damals am 20. Mai beim Landeskriminalamt Salzburg gestellt. Er bestritt aber jegliche Beteiligung an dem Verbrechen.

Spuren gab es keine am Tatort, die den Mann belasteten - aus diesem Grund sei der Tschetschene aus Mangel an Beweisen enthaftet worden, sagte Roland Scherscher, Leiter des Landesamtes für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (LVT) Niederösterreich, am Donnerstag auf APA-Anfrage.

Auftragsmord in Gerasdorf als Auslöser für Wiederaufnahme
Detail am Rande: Auslöser für die Wiederaufnahme der damaligen Ermittlungen des Landeskriminalamtes Niederösterreich war laut Landespolizeidirektion die Aufklärung des Mordfalles Gerasdorf im Jahr 2020 durch das LVT.

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