Ein Pongauer Paar (Salzburg) muss wegen mehr als 100 Schmuggelfahrten ins Gefängnis.
Sechs und fünf Jahre ins Gefängnis müssen eine 37-jährige Deutsche und ein 41-jähriger Österreicher. Die Eltern von vier Kindern, die vor dem Umzug in die Justizanstalt im Pongau lebten, sollen seit 2017 mehr als einhundert Mal nach Tschechien gefahren sein. Der Grund: der Schmuggel von 2,5 Kilogramm Crystal Meth nach Österreich. Auch neun weitere Angeklagte saßen vor dem Schöffensenat des Salzburger Landesgerichts.
Sie sollen dem Schmuggler-Duo etwa das Auto geliehen oder auf die Kinder aufgepasst haben. Die Hälfte der Droge soll das Paar selbst konsumiert haben. Der Rest soll verkauft worden sein. Rechtsanwalt Kurt Jelinek, Verteidiger der angeklagten Deutschen, hielt fest: „Es lag kein Bereicherungsvorsatz vor. Die Taten dienten nur der Befriedigung der Suchterkrankung!“.
Das Duo zeigte sich geständig. Lediglich über die Menge der Drogen wurde vor Gericht noch gestritten. Zusätzlich zu den Haftstrafen erklärte das Gericht einen Geldbetrag von 75.000 Euro für verfallen. Für die Mitangeklagten setzte es vorwiegend Diversionen und Bewährungsstrafen. Nur der Drittangeklagte erhielt zusätzlich zu 16 Monaten Bewährungsstrafe auch vier Monate Haft. Nicht rechtskräftig!
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