Wegen Tierschutz

Hubschrauber-Flüge im Nationalpark am Prüfstand

Salzburg
13.11.2022 11:30
Hüttenbetreiber in den Hohen Tauern wollten die Heli-Versorgung auf sieben Jahre fixieren. Geht nicht, sagt das Gericht. Grund: Tierschutz.

Vorweg: Der Hubschrauber wird weiter über den Hohen Tauern rotieren und Hütten mit Lebensmitteln versorgen. Anderes sei es aufgrund des Geländes nicht möglich. Für die Heli-Flüge braucht es aber den Segen der Behörde.

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Es geht nicht um eine Verhinderung der Flüge, sondern um geringsten Schaden für die Natur. Hier steht Artenschutz ganz oben.

Gishild Schaufler, Salzburgs Landesumweltanwältin

Nun wollten einige Betroffene die Versorgung aus der Luft auf einen Zeitraum von sieben Jahre fixieren lassen – in Form einer Ausnahmebewilligung. Die Behörde erlaubte dies, das Landesverwaltungsgericht bestätigte. Doch Landesumweltanwältin Gishild Schaufler ging dagegen rechtlich vor und bekam nun in letzter Instanz vom Verwaltungsgerichtshof recht: „Hier geht es um den Artenschutz und um ein Gebiet, was besonders unter Schutz steht.“

Besonders in der Notzeit im Winter und in der Brutzeit im Frühling seien Helikopter-Flüge „kritisch“ zu sehen, betont Schaufler: „Störungen können große Auswirkungen auf das Brutverhalten beispielsweise des Bartgeiers haben.“ Tatsächlich können Heli-Flüge für einen derart langen Zeitraum nicht bewilligt werden, da schädliche Auswirkungen nicht auszuschließen sind, argumentiert das Höchstgericht und kippt die Ausnahmebewilligung. Folge: Heli-Flüge werden wohl jedes Jahr im Voraus neu zu beantragen sein.

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