Bei der EVN rufen täglich bis zu 10.000 Personen an. Zudem gibt es seit Monaten unzählige persönliche Kontakte in den regionalen Büros. Der heimische Energieversorger ist trotz massiver Personalaufstockung mit Kundenanfragen überfordert. In Fällen, bei denen Unverschuldete plötzlich erhebliche Nachteile haben, will er „gute Lösungen“ finden. Wie im Fall eines kranken Mannes im Bezirk Waidhofen an der Thaya. . .
Den 150-Euro-Energiekostenausgleich konnte man nur bis Ende Oktober beantragen. Aber nur mit der Nummer des Stromvertrags. Ein schwerkranker Mann fürchtet nun, um diesen Zuschuss umzufallen. Nach dem Tod seines Vaters war der 28-Jährige im August in den Bezirk Waidhofen an der Thaya gezogen. Seine Heilung nach mehreren Tumor-Operationen schreitet langsam voran und wird länger dauern. Um während der Therapien im Arbeitsleben wieder Fuß zu fassen, bekam er eine integrative Stelle.
Alles versucht, kein Kontakt
Seine Mutter versuchte noch im September, für ihn einen Stromliefervertrag von der EVN zu erhalten. Nachdem es auf das Email bis 25. Oktober keine Antwort gab, schrieb sie nochmals und hob die Dringlichkeit hervor. „Mein Sohn bekommt nur die Waisenpension und ein Taschengeld vom Arbeitgeber“, schildert sie. Anrufe bei der EVN führten in die Warteschleife, das regionale Büro des Energieversorgers war zudem wegen Krankheit geschlossen.
Andrang derzeit nicht bewältigbar
Nach „Krone“-Recherchen zeichnet sich nun aber doch eine rasche Lösung ab: „Keine Angst, wenn jemand im Recht ist, finden wir da sicher eine gute Lösung“, erklärt EVN-Sprecher Stefan Zach. Derzeit gäbe es bis zu 10.000 Anrufe pro Tag. Unzählige persönliche Kundenkontakte würden zudem viele Krankheitsfälle auslösen. Diesem Andrang könne auch das massiv aufgestockte Personal nicht bewältigen.








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