Pflegeheim-Skandal

Anzeige bringt Zweifel an der Heimaufsicht

Salzburg
02.11.2022 08:00

Senecura-Mitarbeiter sollen vorab von den Kontrollen durch das Aufsichts-Organ des Landes gewusst haben.

Nach dem Aufkommen des Pflege-Skandals im Senecura-Heim in Lehen hagelte es auch für die Heimaufsicht des Landes ordentlich Kritik. Sie hat eigentlich die Aufgabe, durch unangekündigte Kontrollen die Situation in Salzburgs Seniorenwohnhäusern zu kontrollieren und Missstände aufzuzeigen. Dieser Mechianismus hat angesichts der menschenunwürdigen Zustände im Lehener Pflegeheim jedoch nicht funktioniert. „Es muss überprüft werden, ob die Heimaufsicht organisatorisch gut aufgestellt ist, oder of es Änderungsbedarf gibt“, sagte Landeshauptmann Wilfried Haslauer damals zur Causa. Die Anzeige einer Ex-Mitarbeiterin liefert nun Grund für weitere Zweifel am Kontrollorgan: Laut ihrer Aussage wussten die Mitarbeiter des Pflegeheimes, welche Bewohner die Heimaufsicht kontrollieren würde. Es stand sogar im Raum, dass einzelne Mitarbeiter vorab von den Kontrollterminen gewusst hätten.

Im Büro Schellhorn kann man sich solche Absprachen zwischen Betreiber und Heimaufsicht nicht vorstellen. „Die Aufsichtsbesuche finden immer unangekündigt statt. Welche Bewohner kontrolliert werden, ist dem Haus vorab auch nicht bekannt“, heißt es aus dem Sozialreferat des Landes. Laut Sozialstadträtin Anja Hagenauer seien die Kontrollbesuche in den städtischen Seniorenhäusern immer unangekündigt vonstatten gegangen. Über das Skandal-Heim erhalte die Stadt übrigens noch immer keine Informationen...

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