Themenschwerpunkt Gewalt am Fußballplatz: Wild gewordene Mütter machen den Schiris bei Nachwuchsspielen oft das Leben schwer. Drei Ordner sind verpflichtend.
Auch für die Schiris auf den Fußballfeldern wird es „rauer“, wie es Niederösterreichs Referee-Boss Alois Pemmer ausdrückt. „Heute kommst du nicht mehr heil nach Hause“ oder „Scheiss Schiri“ - Sprüche wie diese sind leider auch rund um Spiele in den jüngsten Nachwuchsligen quasi alltäglich.
„Viele haben sich nicht im Griff“
Pemmer berichtet u.a. auch von einem Vorfall in Ratzersdorf. Bei dem eine 17-Jährige ein U13-Match leitete, danach von zwei aufgebrachten Müttern unangekündigten Besuch in der Kabine erhielt, dabei sogar körperlich attackiert wurde! Der Papa der Unparteiischen war zum Glück rasch zur Stelle. „Leider haben sich vor allem viele Mamas nicht im Griff“, sagt Pemmer, der ja Woche für Woche über diverse Zwischenfälle informiert wird.
„Bleibt lieber daheim!“
Sein Appell: „Bleibt bitte lieber daheim, wenn ihr euch nicht unter Kontrolle habt.“ Kurios, beziehungsweise fast logisch: ab U15, U16, wenn die Zahl der Eltern vor Ort abnimmt, nimmt auch die Anzahl der „peinlichen“ Zwischenfälle drastisch ab. Angesichts der Entwicklungen sind ab sofort pro Match drei mit Westen gekennzeichnete Ordner (muss der Heimverein stellen) verpflichtend. Erfreulich: laut Pemmer wollen aktuell trotz allem viele junge Leute Schiri werden!
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