Inklusion

„Lohn statt Taschengeld!“

Salzburg
29.09.2022 09:15

Das ist nur eine der lautstarken Forderungen von behinderten Menschen bei der Demo. Die UN-Behindertenrechtskonvention wurde in den vergangenen 14 Jahren kaum umgesetzt.

Das Regenwetter passte am Mittwoch exakt zur Lage der behinderten Menschen im Land. Österreichweit machten Demonstrationen am Mittwoch darauf aufmerksam. Denn noch immer hapert es an der Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention – und das seit 14 Jahren. „Bei den essenziellen Punkten ist noch gar nichts passiert“, sagt Guido Güntert, Geschäftsführer der Lebenshilfe Salzburg.

Rund 60 Salzburger nahmen lautstark an der Demo teil, darunter drei Politiker. Neben Vincent Pultar und Nicole Solarz (SPÖ) suchte auch die designierte Grünen-Chefin Martina Berthold das Gespräch mit den Betroffenen. Diese machten mit Trillerpfeifen und Plakate auf die Missstände aufmerksam. In den Werkstätten gibt es immer noch keinen Lohn, sondern nur Taschengeld. „Arbeit muss natürlich entlohnt werden“, so Berthold.

Als Baustadträtin hat sie vor allem mit der Barrierefreiheit zu tun. So soll die Judengasse im nächsten mit Großplatten versehen werden. Den Pflastersteine sind für Rollstuhlfahrer eine grobe Erschwernis. Auch in den städtischen Schulen wird die Situation langsam aber stetig verbessert.

Viel Aufholbedarf im Bildungssystem
Das Schulsystem kritisiert Nicole Solarz: „Das gehört längst geändert.“ Behinderte Menschen werden ja meist in Sonderschulen unterrichtet. Für sie muss Barrierefreiheit auch digital umgesetzt werden.

Claudia Tomasini von der Lebenshilfe zeigt sich mit der Veranstaltung zufrieden, so haben Betroffene vieles selbst organisiert.

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