Fünf Jugendliche zwischen 15 und 19 Jahren nahmen am Mittwoch auf der Anklagebank Platz. Der Vorwurf: ein Raubüberfall mit 15 Euro Beute.
Fünf Burschen zwischen 15 und 19 Jahren sitzen im Schwurgerichtssaal des Landesgerichtes Salzburg: Allesamt sind hier geborene und aufgewachsene Österreicher, die untereinander befreundet sind. Vier machen gerade eine Lehre, der Jüngste geht noch in die Schule. Mit Ausnahme des 19-Jährigen sind sie noch strafrechtlich unbescholten.
Allen fünf wird das Verbrechen des schweren Raubes vorgeworfen: Laut Anklage hatte die Gruppe am 5. September 2021 einen gleichaltrigen Jugendlichen gesucht und diesen nahe des Makartplatzes gefunden. Dabei drohten sie ihm Schläge an – einer schlug ihm auch auf den Nacken. Ein damals noch 14-Jähriger setzte dem Opfer sogar ein nicht aufgeklapptes Taschenmesser an den Hals, bedrohte es. Danach bedienten sich die Jugendlichen selbst an der Geldbörse des Opfers. Beute: 15 Euro.
Großteils Geständnisse
Staatsanwältin Sandra Wimmer erhob zudem weitere Vorwürfe gegen einzelne Angeklagten: Ein Duo hatte aus einem Mode-Geschäft Bekleidung gestohlen, ein anderer soll trotz aufrechtem Waffenverbot eine Waffe besessen haben. Bis auf einen Angeklagten zeigten sich alle anderen im Wesentlichen geständig.
Richterin Bettina Maxones-Kurkowski fragte nach dem Warum nach: „Ich wollte bei der Gruppe dabei sein“, nuschelte der Jüngste im Jogging-Anzug ins Mikrofon. Und er räumte auch ein: „Ich hätte mehr zur Schule gehen müssen.“ Auch die anderen Jugendlichen zeigten sich reumütig.
Die Richterin gab den Jugendlichen noch eine letzte Chance: Drei der fünf Burschen bekamen wegen des Raubes sechs bzw. fünf Monate auf Bewährung. Zwei Angeklagte wurden von diesem Vorwurf freigesprochen.








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