Tierretter in Not

„Unsere Spenden haben sich halbiert“

Oberösterreich
26.09.2022 11:20

Kosten-Explosion bei den Energiepreise sorgt bei Tierrettung in OÖ für Konsequenzen bei Exoten. Gleichzeitig haben die ehrenamtlichen Helfer mit einem anderen akuten Problem zu kämpfen.

Willy Schnebel, rühriger Macher bei der Tierrettung Oberösterreich hat Sorgen. „Die Energiekosten bereiten uns Probleme, wir wissen eigentlich nicht, wie wir durch den Winter kommen“, sagt er im Gespräch mit der „Krone“. So kostet eine Palette Holzbriketts derzeit 700 Euro, früher habe man um die 200 Euro bezahlt. „Aber ich muss ja heizen, um die Tiere durch den Winter zu bekommen“, so Schnebel. Eine Konsequenz wird sein, dass er die Temperatur reduziert. „Das heißt aber auch, dass wir künftig keine Exoten mehr aufnehmen können“, gibt er zu bedenken. Doch viel mehr bereitet ihm Sorgen, dass auch die Hilfsbereitschaft bei den Menschen sinkt. „Die Spenden haben sich halbiert, die Kosten verdreifacht“, rechnet er vor.

Preise in allen Bereichen steigen
Auch Jürgen Stadler von der Pfotenhilfe in Lochen hat diese Erfahrung gemacht. „Geld- und Sachspenden sind deutlich zurückgegangen. Gleichzeitig sind die Preise für Medikamente und Futter gestiegen. Energie und Treibstoff sind für uns kaum mehr finanzierbar“, sag er im Gespräch mit der „Krone“.

Sie sind das ganze Jahr ehrenamtlich unterwegs, helfen dort, wo andere nicht mehr weiter können oder wollen. Sie setzen sich für Tiere aller Art ein und werden dann auch nicht selten als Spinner abgetan. Und sie erfahren jetzt auf die harte Tour, dass viele Menschen derzeit jeden Cent zweimal umdrehen. Denn es sind ausschließlich Spenden, auf deren Basis die vielen Tierretter im Land arbeiten können. Und dieses Geld bleibt mancherorts aus, weil die Menschen eben sparen müssen und deshalb weniger spenden können. Es bleibt zu hoffen, dass die Politik hier helfend eingreift.

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