Im Zuge der Fachmesse für Gastronomie, Hotel und Design fand am Mittwoch nach zwei Jahren Pause der Tag der Tiroler Tourismuswirtschaft statt. Aus diesem Anlass nahmen in der Innsbrucker Messe auf dem Podium der WK-Spartenobmann für Tourismus und Freizeitwirtschaft, Mario Gerber, sowie die Fachgruppenobmänner Alois Rainer (Gastronomie), Franz Staggl (Hotellerie), Andreas Kröll (Reisebüros), Alexander Wurzenrainer (Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe) und Georg Giner (Freizeit- und Sportbetriebe) Platz. Sie diskutierten über gegenwärtige und zukünftige Herausforderungen.
Staggl zeigte sich erleichtert, dass „wir wieder deutlich mehr Nächtigungen zählen, auch wenn die Stadthotellerie und einige Regionen noch hinterherhinken“. Sorgen bereite natürlich die Energiekrise. „Die diversen Förderungen sind nur eine kurzfristige Lösung. Langfristig braucht es eine Preisdeckelung, damit die Kosten wieder sinken.“ In dasselbe Horn stieß Gerber: „Förderungen gut und recht, aber wir wollen nicht zu Bitt- und Antragsstellern werden, sondern möchten wirtschaften. Es braucht daher langfristige Lösungen auf EU-Ebene.“
Förderungen gut und recht, aber wir wollen nicht zu Bitt- und Antragsstellern werden, sondern möchten wirtschaften.
Mario Gerber
„Zuwanderung zum Arbeitsmarkt erleichtern“
Doch nicht nur die Energiekrise war Thema. Rainer etwa betonte, dass „wir eine starke Arbeitgebermarke brauchen und die Zuwanderung zum Arbeitsmarkt unbedingt vereinfachen müssen, wenn wir wieder genügend Fachkräfte im Land haben möchten“.
Giner indes fokussierte sich auf das Thema Camping: „Dieser Markt boomt derzeit in Tirol. Wir haben viele tolle Anlagen entwickelt. Jedoch stammt das Camping-Gesetz aus dem Jahr 2000. Dieses muss für bessere Rahmenbedingungen und Planbarkeit überarbeitet werden.“
Wir müssen die Zuwanderung zum Arbeitsmarkt unbedingt vereinfachen, wenn wir wieder genügend Fachkräfte im Land haben möchten.
Alois Rainer
„Tourismusabgabe darf nicht angetastet werden“
Wurzenrainer nützte die Bühne und forderte die Abschaffung des Gesetzes, das Kindern verbietet, einen Film anzusehen, der nicht unter ihre Altersklasse fällt, obwohl sie von ihren Eltern begleitet werden. Kröll freute sich, dass die Reisebüros nach der Delle im Sommer „wieder mehr Buchungen verzeichnen“ und hofft auf einen Abschluss wie im Jahr 2019.
Wovor alle Touristiker warnten, war eine etwaige Abschaffung der Tourismusabgabe. „Diese ist wichtig, um attraktive Angebote zu schaffen und Werbung für das Land Tirol zu machen“, so der Tenor.









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