Seit 1972 ist der Wiener Großmarkt das Versorgungszentrum für Lebensmittel dieser Stadt. Die „Krone“ war vor Ort.
Über 42 Fußballfelder erstreckt sich das umfangreiche Areal des Obst- und Gemüsegroßmarktes im 23. Bezirk. Täglich ab 2 Uhr früh öffnen die 220 Betriebe ihre Tore, um Lebensmittel und Pflanzen aus aller Welt an Lieferanten und Wiederverkäufer zu vertreiben. 70 Prozent des heimischen Gesamtumschlages an Obst und Gemüse sowie 50 Prozent des Absatzes von Blumen finden hier statt. Das macht den Großmarkt in Inzersdorf zum wichtigsten Großhandelsstandort Österreichs.
„Früher kamen noch die Greißler zu mir einkaufen, aber die Handelsketten haben diese ersetzt. Heute beziehen vor allem Großküchen und Altenheime ihre Waren bei mir“, berichtet der Geschäftsführer von Alois Schwarz, dessen Unternehmen bereits seit der Eröffnung 1972 Äpfel am Großmarkt vertreibt.
2019 wurde dann der Warenverkehrsplatz in die Hand der Wien Holding übergeben und ist somit im Besitz der Stadt. „Eine wichtige Institution, die von Wien und dem Umland dringend gebraucht wird, denn alle Bewohner können sich darauf verlassen, dass die Lebensmittelversorgung auch in Krisenzeiten funktioniert“, betont Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) beim Jubiläumsfest zum 50-jährigen Bestehen des Marktes.
Geplant ist unabhängige Energieproduktion
Da die Lagerung und Kühlung der Produkte sehr stromintensiv sei, plane man Fotovoltaikanlagen auszubauen. „Dies ermögliche eine unabhängige Energieproduktion vor Ort“, so der Leiter des Großmarktes, Stephan Barasits.
Multi-Kulti-Küche wird immer beliebter
Wo vor einem halben Jahrhundert nur heimische Waren verkauft wurden, gibt es heute ein Sortiment aus allen Kontinenten. „Der Migrationszuwachs der Bevölkerung hat sich auch in der Nachfrage an Lebensmitteln aus aller Welt niedergeschlagen. Das spiegelt sich in den gestiegenen Absatzzahlen wider, vor allem zeigt sich das in der Gastronomie mit der Multi-Kulti-Küche“, sagt Ali Celik, der seit vielen Jahren Bestandnehmer ist.










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