Wer hätte das gedacht? Gedacht, dass eine Partei innerhalb von gefühlt nur ein paar Monaten dermaßen tief abstürzen kann. Die Tiroler Volkspartei, unter LH Günther Platter 2018 mit 44 Prozent Stimmenanteil der große Sieger, der sich den Juniorpartner nach Lust und Laune aussuchen konnte, verliert in der Wählergunst weiter. Laut neuester Umfrage der „Tiroler Krone“ sind es nur mehr 25,3 Prozent (!). Ein Wert, der vor wenigen Monaten noch als Scherz aufgefasst worden wäre. Aber zum Spaßen ist bei der Volkspartei längst niemand mehr aufgelegt.
Möglich, dass dieser historische Tiefstwert den einen oder anderen verärgerten Schwarzen umdenken lässt, dieser doch mit der Faust im Hosensack am 25. September Volkspartei wählt. Das wird aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass in dieser Partei die Weichen für die Zukunft nicht nur zu spät, sondern möglicherweise falsch gestellt worden sind.
Anton Mattle, nicht nur zu seiner eigenen Überraschung über Nacht an die Spitze der seit Jahrzehnten mächtigsten Partei in Tirol gehievt, hat mehrfach betont, dass er am Abend des 25. Septembers kein „Davonläufer“ sein wird. Das kann man schätzen oder auch nur in die Kategorie „braver Parteisoldat“ einordnen. Und von „Parteisoldaten“ haben die Menschen augenscheinlich mehr als genug. Was in der ÖVP in Tirol bei einer dramatischen Niederlage passieren wird, weiß man. Stichwort „Nacht der langen, schwarzen Messer!“









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