Viele Niederösterreicher, die ihren Strom von der Wien Energie beziehen, würden derzeit gerne zum heimischen Anbieter wechseln - doch da hakt es! Die „Krone“ kennt die Hintergründe.
Nicht nur aus der Steckdose, sondern noch dazu aus Wien kommt der Strom in Tausenden Haushalten in den Ballungsräumen rund um die Bundeshauptstadt. Das Wiener Netz reicht etwa im südlichen Umland fast bis nach Wiener Neustadt und umfasst Klosterneuburg ebenso wie Groß-Enzersdorf.
Viel Bewegung im regionalen Strommarkt
Bedingt durch die stark steigenden Energiepreise ist Bewegung in den regionalen Strommarkt gekommen. So verzeichnet die EVN bereits 25.000 Kunden, die von Billiganbietern in den Schoß des heimischen Versorgers zurückgekehrt sind. Und es verwundert auch nicht, dass nach Bekanntwerden der finanziellen Turbulenzen bei der Wien Energie immer mehr Niederösterreicher rund um die Bundeshauptstadt in Zukunft blau-gelben Strom beziehen wollen. Doch das geht nicht.
Es wäre überlegenswert, allen Niederösterreichern den Bezug von niederösterreichischem Strom zu ermöglichen.
Hans Stefan Hintner, Bürgermeister von Mödling
„Wir bieten, wie fast alle Landesenergiegesellschaften, nur im eigenen Netzgebiet an“, bestätigt EVN-Sprecher Stefan Zach. Im Klartext: Niederösterreicher in den eingangs erwähnten Regionen können zwar zwischen knapp 70 Stromanbietern wählen – aber nicht jenen des eigenen Bundeslandes!
Große Bereitschaft zum Anbieter-Wechsel
„Das verstehen die Menschen nicht“, weiß der Mödlinger Bürgermeister Hans Stefan Hintner, der zurzeit laufend mit Anfragen dazu konfrontiert ist. Bei Krisen zeige sich, dass das Vertrauen zu Niederösterreich doch größer ist als jenes zu Wien. Hintner: „Viele wünschen sich die Möglichkeit zu wechseln.“









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