06.08.2022 13:00 |

Gegen die Teuerung

Preisschocks abfedern: Neues Paket geschnürt

Der Anti-Teuerungs-Gipfel im Landhaus brachte konkrete Ergebnisse. Etwa wurde die Einkommensobergrenze erhöht oder auch die Förderung aus Heizölkosten- und Energiekostenzuschuss angepasst. Kritik kommt von der Opposition.

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Land Tirol und Sozialpartner einigten sich am Freitag auf ein weiteres Anti-Teuerungs-Paket. Die Eckpunkte: Die Einkommensobergrenze für Energiekostenzuschuss wurde rückwirkend nochmals erhöht und zwar von 1300 auf 1900 Euro pro Person Netto-Monatseinkommen. Für Ehepaare und Lebensgemeinschaften liegt die Grenze bei 2700 Euro, Kinder sind gestaffelt. Für Bezieher niedriger Einkommen steht eine doppelte Förderung aus Heizkosten- und Energiekostenzuschuss, also in Summe 500 Euro, zur Verfügung.

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Mit der Erhöhung der Einkommensobergrenze beim Energiekostenzuschuss dehnen wir diese Förderung auf den Mittelstand aus, der schließlich das Rückgrat unseres Landes ist.

VP-Chef Anton Mattle

„Mit der Erhöhung der Einkommensobergrenze beim Energiekostenzuschuss dehnen wir diese Förderung auf den Mittelstand aus, der schließlich das Rückgrat unseres Landes ist“, betonte VP-Chef Anton Mattle, Vorsitzender der Teuerungsgruppe gemeinsam mit den Sozialpartnern.

Tirolweit 100.000 Haushalte sind somit anspruchsberechtigt. Dazu werden rund 2,7 Millionen Euro für Sicherung des Wohnbedarfs für sozial Schwächere in die Hand genommen und – als Unterstützung für Familien – die Einkommensgrenze bei Schulkostenbeihilfe und Erweiterung der Familienförderungen angehoben. Über die nun auf den Weg gebrachten Maßnahmen hinaus forciert Mattle auch einen Strompreisdeckel. Hierzu laufen Beratungen mit den Sozialpartnern.

AAB-Tirol-Chef Dominik Mainusch regte an, den aktuellen „Förderdschungel“ zu kanalisieren: „Verschiedenste Stellen, unterschiedlichste behördliche Vorgaben und Wege erschweren den Zugang für die Leute. Das muss einfacher werden“, betonte Mainusch.

Kritik der Opposition
Die Liste Fritz übte gestern Kritik an der „Ignoranz der ÖVP“: „Anders als im Bund hat Mattle die Opposition nicht zum Teuerungsgipfel eingeladen.“ Monatelang habe er keinen Teuerungsgipfel abgehalten, „so sehr ist er mit Wahlkampf beschäftigt“. Acht Ideen der Liste Fritz gegen die Teuerung seien von Schwarz-Grün „verräumt“ worden.

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