Sie haben den Überblick, wenn den Steirern das Wasser bis zum Hals steht. Wie Bademeister kühlen Kopf bewahren - ein Lokalaugenschein.
Andi Rindler hält im Gespräch keinen Blickkontakt - nicht, weil er unhöflich ist. Aber dass seine Augen ständig das Umfeld checken, vom Sprungturm bis zum Buffet, das ist nach 29 Jahren als Bademeister - und Chef - im Freibad Fürstenfeld Berufskrankheit. Und Passion für den Job. 31 Grad hatte es hier am Sonntag, die Stimmung ist super, an die 4000 Leute tummeln sich, „an Spitzentagen sind es bis zu 14.000“, sagt Rindler. „Und da haben, bei 23.000 Quadratmetern Wasseroberfläche, immer noch alle Platz.“ Er selbst macht keinen Urlaub mehr im Sommer - sein Platz ist hier an und in der Sonne.
„Man muss da schon drauf achten, dass man hin und wieder in den Schatten wechselt“, behält er dabei kühlen Kopf. Auf sechs Liter Wasser („nicht zu kalt“) kommt er locker, und er schwört auf Kneippgüsse an den Unterarmen, wenn es richtig hitzig wird. Seinen Job macht er mit Herzblut, „auch weil ein Bad nicht nur Bad ist, sondern Treffpunkt, wo sich Kinder für Sport begeistern, Menschen begegnen“. Übrigens gab es hier schon einmal eine Hochzeit von Stammgästen - „und es ist schon so mancher als Single gekommen und als Paar hinausmarschiert“.
Seine erste Sommersaison als Bademeister erlebt Martin Koschak in der Well Welt Kumberg, „und es taugt mir sehr. Der See wird super angenommen, die Leute haben Spaß, wir passen auf sie auf - der Sommer läuft bislang perfekt“, freut er sich am Job. So wie Ionela Stiegler-Lixandru in der Grazer „Auster“. Wie oft sie am Tag „Nicht vom Beckenrand springen“ mahnt, weiß sie nicht, „aber unsere Gäste sind meist sehr diszipliniert, auch wenn uns manche als Spaßbremsen sehen. Aber wir haben Verantwortung - und die nehmen wir ernst.“














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