Noch nicht an ihrem alten Platz zurück ist die Kloepfer-Büste am Schloßberg. Der Dichter-Kopf wurde bekanntlich beschmiert und ist seitdem unter Obhut der Stadt, die an einer erklärenden Zusatztafel arbeitet. Das geht der FPÖ zu langsam - man schaltet den Landeshauptmann ein. Stadtrat Günter Riegler will das Denkmal aber schon bald wieder aufstellen.
Es war ein Frühjahrsaufreger in der Murmetropole: In der Grazer Stadtbibliothek wurden die Bücher des umstrittenen Schriftstellers Hans Kloepfer aussortiert. Weil der öffentliche Druck danach zu groß wurde, hieß es aber schon schnell: „Kommando retour“. Und die Werke wurden wieder zurückgestellt.
Noch nicht an ihrem alten Platz zurück ist die Kloepfer-Büste am Schloßberg. Der Dichter-Kopf wurde bekanntlich beschmiert und ist seitdem unter Obhut der Stadt, die an einer erklärenden Zusatztafel arbeitet.
Dr. Kloepfer war ein guter Arzt und Menschenfreund. Seine Büste wird saniert, kontextualisiert und danach selbstverständlich sofort wieder am Schloßberg aufgestellt.
Der Grazer Kulturstadtrat Günter Riegler
Diese Kontextualisierung dauert der FPÖ aber nun schon entschieden zu lange - nämlich knapp zwei Jahre lang (!) -, man ortet eine bewusste Verzögerung der Wiederaufstellung. „Wenn es Stadtrat Günter Riegler nicht schafft, eine Kontextualisierung im Ausmaß weniger Zeilen zu verfassen, stehen wir gerne zur Verfügung, diese Aufgabe zu übernehmen und den Text an das Grazer Kulturamt zu übermitteln“, ätzt FPÖ-Kultursprecher Marco Triller.
Und er will die Causa sogar mittels Antrag in den Landtag hieven. „Wir werden hier Landeshauptmann Christopher Drexler einschalten. Stellt sein Parteifreund im Rathaus die Büste danach nicht umgehend auf, geht die Sache ans Bundesdenkmalamt“, kündigt Triller an. Der Grazer FPÖ-Klubobmann Alexis Pascuttini kündigt zudem im Gemeinderat weitere Initiativen zur Rückstellung an.











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