Helle Aufregung nach Gerichtsentscheid: Erholungssuchende wollen sich ihre grüne Oase nicht mehr wegnehmen lassen.
Über der Grazer Augartenbucht könnten schon bald dunkle Wolken aufziehen, auch wenn die Sonne am Freitag noch ungetrübt vom tiefblauen Himmel strahlte. Wie die „Krone“ nämlich enthüllte, schmetterte der Verwaltungsgerichtshof die Beschwerde der Stadt Graz ab und hob die wasserrechtliche Bewilligung für die Umgestaltung des Murufers auf.
Verwaltungsgerichtshof ortet zahlreiche Mängel
Der 42-seitige Spruch des Höchstgerichts, der der „Steirerkrone“ vorliegt, stellt zahlreiche Mängel fest. Selbst eine Umweltverträglichkeitsprüfung könnte daher noch rückwirkend eingeleitet werden. Droht jetzt sogar der Rückbau der beliebten Erholungsoase mitten in der Landeshauptstadt?
Das will sich jedenfalls keiner der zahlreichen Sonnenanbeter, Sportler und Spaziergänger, die wir am Tag der Hiobsbotschaft in der Bucht trafen, vorstellen.
Die sechsjährige Emily planscht vergnügt im seichten Wasser. Ihre Oma passt heute auf die kleine Grazerin, die im Herbst in die Schule kommt, auf. „Ich bin schon mit meinen Kindern hier gewesen, besuche seit vielen Jahren dieses Platzerl. Es ist einfach herrlich, auch heute wieder. Mein Enkerl genießt die Freizeit - und die Abkühlung tut gut“, sagt Susanne Schrittwieser.
Nur einige Meter entfernt sitzt Aurel Hutter auf einem Stein am Ufer. An der Leine hält er Hund „Avira“, der sich die Pfoten abkühlt. „Wir sind vom Bezirk Geidorf hergekommen und verbringen heute den Tag an der Mur. Ich hoffe, den Grazern bleibt dieser schöne Ort noch lange erhalten!“
Wie geht es nun in der Causa weiter? Die KPÖ im Rathaus will vorerst die weiteren Entwicklungen abwarten, heißt es zur „Krone“, die Koalitionspartnerin und Vizebürgermeisterin Judith Schwentner (Grüne) wird kommende Woche die weitere Vorgangsweise abklären. „In dieser Frage sollte Schwentner ihre ideologische Haltung hinten anstellen und sich für dieses Projekt stark machen“, rät der Grazer FPÖ-Klubobmann Alexis Pascuttini. Der Naturschutzbund bleibt dabei: „Recht muss auch Recht bleiben“, sagt Vizepräsidentin Romana Ull.














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