Der Tiroler Neos-Chef Dominik Oberhofer plädiert für Windkraft auf den Bergen und kritisiert den Ausbaustopp auf Gletschern, den letzten Orten zum Skifahren. Für niedriggelegene Skigebiete hat er eine radikale Lösung.
Skigebietsförderungen sind den Neos seit jeher ein Dorn im Auge. Ein so großer, dass ein drastischer Vergleich herhalten musste: „Im ersten Halbjahr hat das Land knapp 4,3 Millionen Euro für neue Speicherseen, Schneekanonen und Infrastruktur in Skigebieten ausgegeben, aber nur 3,1 Millionen für den Ausbau von Elementarpädagogik. Da sieht man die Prioritäten“, ist Neos-Landeschef Dominik Oberhofer schon voll im Wahlkampfmodus.
„Kosten laufen ins Uferlose“
Insgesamt seien in fast zehn Jahren mehr als 200 Millionen Euro an Steuergeld von Bund, Land, Gemeinden und Tourismusverbänden in die Förderungen von Tiroler Skigebieten geflossen. Zu befürchten seien eklatante Steigerungen – Stichwort Energiekosten.
Ende von Skigebieten statt absoluter Gletscherschutz
Oberhofers Patentrezept: Unrentable Skigebiete schließen oder in Tourenskiberge umwandeln, dafür keinen absoluten Gletscherschutz. Immerhin hätten Skigebiete, die über 2000 Metern Höhe liegen, im Kontext des Klimawandels die besten Chancen. „Skigebiete unter 1500 Metern werden nicht länger überleben, da helfen auch keine Förderungen mehr“, glaubt Oberhofer.
Seilbahner Hörl kontert
„Oberhofer wirft liberale Grundsätze über Bord und will planwirtschaftliche Ansätze“, wunderte sich Seilbahnersprecher VP-NR Franz Hörl: Gefördert würden lediglich Dorflifte und Kleinstskigebiete, Seilbahnen grundsätzlich nicht. Zuletzt erhöhte die Landesregierung das Budget für Kinderbetreuung auf jährlich 102 Millionen €.








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