Bundesliga unter Lupe

Beim WAC gab‘s zum Trainingsauftakt 180 Liegestütz

Dutt jetzt auch im Tor? So weit ist’s bei den „Wölfen“ dann doch noch nicht! Aber: ein neues System, ein neuer Kapitän und viele neue Spieler. „Sie haben alle ein Riesenherz für Fußball!“

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Aller Anfang ist schwer! Auch für Marvin, den neuen motivierten Pressemann der Wolfsberger. Als im Test gegen Rostock die Norddeutschen zuletzt einen eigenen Pressesprecher hatten, der via Mikro - sehr emotional - seine Aufstellung bekannt gab, wollte Marvin natürlich nicht zurückstehen. Verlas brav die Startelf - um zu enden: „Und unser TORMANN heißt - Robin Dutt!“ Tormann statt Trainer! So weit ist’s - Umbruch hin oder her, inklusive neuer Dreierkette - bei den Kärntnern natürlich noch nicht. Wobei Dutt, aus seiner Vergangenheit Kenner der „großen“ Fußballwelt, der sich im beschaulichen Wolfsberg nach wie vor so richtig pudelwohl fühlt, sicher mehr macht als so mancher seiner Kollegen. Minutiös, still und leise, ohne jegliches Ballyhoo hat er die (sehr vielversprechenden) Transfers vorbereitet.

Und - gemeinsam mit seinem Trainerstab (Dutt: „Ich bin sehr froh, dass ich alle behalten konnte!“) - er hat der Truppe eine Vorbereitung verpasst, wie sie etliche bis dato nicht einmal vom Hörensagen kannten. Angesichts der Tatsache, dass - im Bestfall 29 (!) Pflichtspiele bis Mitte November auf die Wölfe warten - eine unabdingbare Notwendigkeit. Allein der allererste Trainingstag sagte alles: Vormittags Shuttle-Run-Tests plus „normales“ Training, nachmittags durften sie dann die Gymnastikmatten auflegen - und nach einer - von Fitness-Coach Hannes Sauerschnig ausgearbeiteten Liegestütz-Pyramide mit sage und schreibe 180 (!!) Stück- wieder zusammenrollen. „Ich hatte Wochen danach noch Spatzen“, grinst Mario Leitgeb, der der logische - und ein mehr als würdiger - Nachfolger von Michi Liendl als Kapitän ist. Und für die zahlreichen Neuen nur Lob hat: „Sie haben alle ein Riesenherz für Fußball. So können wir es alle gar nicht mehr erwarten, dass es endlich losgeht.“

Conny Lenz

Die „Krone“-Prognose für den WAC:

Stammgast ist Stammgast
Nur drei Teams hatten sich seit Einführung des Gruppensystems stets für die Meisterrunde qualifiziert: Salzburg, Sturm - und eben WAC! Die Top 6 sind für den „Stammgast“ natürlich auch heuer das erklärte Ziel - trotz enormen Umbruchs: Neun Mann (darunter Ikone Liendl, Dauerbrenner wie Kofler, Wernitznig) weg, vorerst acht Neue dazu. Darunter sehr spannende Junge - wie U19-Teamkapitän Ervin Omic, wie Goalie-Rookie Lukas Gütlbauer, wie Thierno Ballo, der - nach den freudlosen Monaten bei Rapid - so richtig darauf brennt, es allen zu zeigen.

Fazit: Die vielversprechende Mischung von Alt & Jung, die enorme Erfahrung von Trainer Dutt, das von Klubchef Dietmar Riegler und seinem kleinen Mitarbeiterstab perfekt aufbereitete Umfeld - da sind die Top 6 auf jeden Fall wieder drin.

 Kronen Zeitung
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