Fast punktgenau ein Jahr nach dem schlimmen Hochwasser wurde am Freitag auch die wichtige Brücke Achenau eingeweiht. Damit kehrt endgültig wieder Normalität in den Hopfgartner Ortsteil Kelchsau ein.
Vor einem Jahr, in der Nacht auf 18. Juli 2021, kündigt ein gewaltiges Grollen das Unheil an: Die Kelchsauer Ache war durch Starkregen außer Rand und Band geraten. Die Fluten reißen 600 Meter Landesstraße weg, beschädigen Leitungen für Wasser, Strom und Kanal und lassen auch von der Brücke Achenau nur noch Trümmer übrig. 80 auswärtige Gäste des Kehlbachfestes müssen in die nahe Turnhalle übersiedeln, werden später über den Glantersberg evakuiert.
Abgeschnitten von Außenwelt
Kelchsau, der knapp 700 Einwohner zählende Ortsteil von Hopfgarten im Brixental, ist bis auf exponierte Notwege von der Außenwelt abgeschnitten. Bilanz: Keine Todesopfer, aber allein für die öffentliche Hand rund 6,5 Millionen Euro Sachschäden.
Baumaßnahmen auf rund zehn Kilometern Länge
Ein Jahr später blickt man auf große Kraftanstrengungen auf dem Weg zur Normalität zurück. Auf zehn Kilometern Länge (von der Mautstelle bis zur Mündung in die Brixentaler Ache) waren Wasserbauprojekte nötig. Was zugleich die Chance bot, auf Ökologie und Fischbestand mehr Rücksicht zu nehmen. Das wichtigste Symbol ist aber die neue Brücke am Talboden. Sie wurde gestern bei einem Festakt eingeweiht. Zuvor hatte es nur einen Behelfsübergang gegeben, der schon zehn Tage nach dem Hochwasser in Betrieb gehen konnte.
Lob für Hilfe
„Wir können stolz sein, dass es in unserem Land selbstverständlich ist, dass die notwendigen Geldmittel zur Verfügung stehen“, sagte LHStv. Josef Geisler. Woraufhin auch Bürgermeister Paul Sieberer nicht mit Lob sparte: „Für uns war und ist auch in Zukunft bei solch einem Naturereignis von entscheidender Bedeutung, dass wir uns auf Land und Bund verlassen können.“








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