Vor einem Jahr haben sich die Linzer Polit-Granden entschlossen, zwei Naherholungsoasen in der City „trockenzulegen“. Doch nur in einem der Parks zeigte die Maßnahme Wirkung.
Mitte Juni vergangenen Jahres war für Stadtchef Klaus Luger (SP), den damaligen Stadtvize Bernhard Baier (VP) und FP-Stadtrat Michael Raml Schluss mit lustig. Ersterer – eigentlich kein Freund von Verboten – rechtfertigte die Entscheidung für ein Alkoholverbot im Volksgarten und Schillerpark mit den Worten: „Es ist notwendig, weil es einfach nicht mehr anders geht.“ Betrunkene sorgten ständig für Müll, bettelten, pöbelten und lärmten bis tief in die Nacht.
Situation im Schillerpark deutlich verbessert
Seit 2. Juli 2021 ist das Alkoholverbot in den beiden Innenstadt-Parks - also ein Jahr lang - in Kraft. Grund genug für die „Krone“, um die Wirksamkeit der Maßnahme zu hinterfragen. Und die Zahlen sprechen eine eindeutige Sprache. Im Schillerpark hat sich die Situation deutlich verbessert: Nächtliche Trinkgelage gehören dort aufgrund des Verbots der Vergangenheit an, und auch sonst reichen meist Belehrungen des städtischen Ordnungsdienstes aus, um potenzielle Regelbrecher davon zu überzeugen, ihr Bier woanders zu „zischen“. Im ganzen Jahr kam es lediglich zu sieben Anzeigen.
Im Schillerpark können sich Linzer wieder sicher fühlen und den Aufenthalt genießen. Dafür hat es sich gelohnt!
Michael Raml, Linzer FP-Sicherheitsstadtrat
101 Anzeigen ausgestellt
Anders im Volksgarten: Hier zeigte die Maßnahme kaum Wirkung. So wurden dort seit Einführung des Alkoholverbots 101 Anzeigen ausgestellt. Deshalb hofft die Stadt seit Monaten, dass die Landespolizei eine Schutzzone verordnet. Rückblick: 2018 hatte diese Maßnahme – kombiniert mit einem Alkoholverbot – den Linzer Hessenpark nahezu von heute auf morgen wieder in eine innerstädtische Naherholungsoase verwandelt.















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