Wozu eine neue Digital-Uni in Linz, wo es dort eh schon eine gibt, nämlich die JKU? Das fragt man sich mit Recht, etwa angesichts der Nachricht, dass dort gerade ein neues Masterstudium „Digital Society“ angefangen wird. Und die noch recht neue Wissensbilanz 2021 zeigt die JKU sowieso schon nachhaltig auf dem Weg zur wissenschaftlichen Digitalisierungs-Hochburg.
Bei dem neuen Studium beschäftigen sich die Studierenden ab dem kommenden Wintersemester laut Presseinformation aus der JKU „interdisziplinär mit den gesellschaftlichen Perspektiven der Digitalen Transformation“. Ziemlich genau dort liegt ja auch der Konzeptschwerpunkt für die neue Digital-Uni, deren Gründungsgesetz der Nationalrat dieser Tage mehrheitlich beschlossen hat. Im neuen JKU-Masterstudium stehen die Themen- und Spannungsfelder „Mensch - Maschine“, „Digitalisierung - Gesellschaft“, „Wirtschaft - Künstliche Intelligenz“ und „Recht - Digitale Transformation“ im Mittelpunkt. Fehlt vielleicht noch die Digitale Kunst, die im neuen Projekt einen Platz finden wird.
Digitale Transformation ist längst unterwegs
Auch die Wissensbilanz 2021 der JKU weckt inhaltliche Zweifel, wozu die „Schwester-Uni“ am Campus in Linz überhaupt nötig ist. Denn „Digital Transformation“ ist sowieso schon längst nicht nur ein Lehr-, sondern auch ein Forschungsschwerpunkt an der JKU. Hier wird die Digitalisierung in vielen Lebensbereichen mit einem ganzheitlichen Zugang, mit ihren Wirkungen auf die gesamte Gesellschaft, das Wirtschaftssystem, das Gesundheitswesen und die Rechtsordnung betrachtet und erforscht.














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