Das Haller Traditionsunternehmen Tiroler Rohre GmbH stand vor zehn Jahren knapp vor dem Aus. Heute befindet es sich wieder auf der Erfolgsspur. Nun hat das Unternehmen den bayerischen Formstückproduzenten Frischhut mit 150 Mitarbeitern übernommen. Damit steigt der Betrieb in eine neue Liga auf.
2013 schien das Ende der Tiroler Rohre in Hall besiegelt. Der Standort eines großen europäischen Gusskonzerns befand sich seit Jahren in argen Turbulenzen, Eigentümer kamen und gingen. Heute schreibt das Unternehmen wieder schwarze Zahlen und expandiert. Die jüngste Übernahme ging vor wenigen Tagen in Bayern offiziell über die Bühne. Die Tiroler Rohre GmbH (TRM) übernahm mit 1. Juli den bayerischen Formstückproduzenten Frischhut. Damit wird der Mitarbeiterstand von rund 230 auf 380 fast verdoppelt. Die beiden Firmen erwirtschafteten im Vorjahr insgesamt 130 Millionen Euro Umsatz.
„Versorgungssicherheit garantiert.“
„Durch die Verbindung von Frischhut und TRM haben wir einen weiteren strategischen Schritt in Richtung Wachstum gesetzt. Neben Rohren und Pfählen kann künftig das gesamte Sortiment als System angeboten und die Versorgungssicherheit in diesem kritischen Segment garantiert werden“, kommentiert TRM-Geschäftsführer und Eigentümer Max Kloger die Übernahme. Seine Familie war es, die das 1947 gegründete Röhrenwerk in Hall 2013 übernahm und den Umsatz innerhalb von zehn Jahren um 70 Prozent steigerte. Seit 2017 ist auch der frühere BTV-Vorstandschef Peter Gaugg mit 30 Prozent an der TRM beteiligt.
Fehlende Fachkräfte als Knackpunkt
Kloger und Gaugg sehen die regionale Verknüpfung zwischen Tirol und Bayern in mehrfacher Hinsicht positiv. Der Wille zu weiterem Wachstum ist da. Vor Kurzem expandierte Tiroler Rohre auch in die Schweiz. Ein limitierender Faktor ist das Personal. „Wir sind laufend auf der Suche nach Verstärkung“, formuliert es Kloger diplomatisch. Mehr als zehn Stellen sind aktuell allein in Hall ausgeschrieben.















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