Neustart steht bevor

Uni Salzburg sperrt ihr Russlandzentrum nun zu

Salzburg
08.07.2022 07:30

Das Russlandzentrum an der Uni Salzburg ist Geschichte. Nun steht ein Neustart bevor.

Das Türschild in der Sigmud-Haffner-Gasse ist überklebt. Auch Webseite und Facebook-Auftritt des Russlandzentrums der Universität Salzburg lassen sich nicht mehr aufrufen: Gut vier Monate nach Beginn des Ukraine-Krieges ist das 2015 gegründete Zentrum Geschichte, bestätigt Rektor Hendrik Lehnert.

„Das gibt es nicht mehr“, sagt der Hochschul-Chef. Wie berichtet, hatte Lehnert die Kooperation mit der mitfinanzierenden Putin-nahen „Russkij Mir“- Stiftung auf Eis gelegt. Die Nachfolge-Organisation wird künftig im Unipark am Fachbereich Slawistik angesiedelt sein.

„Forum Osteuropa“
„Es gibt nun das ,Forum Osteuropa’, wo Politik, Kultur, Wirtschaft, Wissenschaft und Politik ein Thema sein werden“, so Lehnert. Heißt: Die neue Einrichtung beschäftigt sich nicht nur mit Russland. Auch andere Länder und Themen mit osteuropäischem Bezug stehen im Fokus.

Welche Angebote das Forum Osteuropa künftig feilbieten wird, ist noch unklar, sagt die zuständige Professorin Eva Hausbacher: „Viel wird davon abhängen, ob es eine zusätzliche Stelle gibt.“ Ob das der Fall sein wird, wird sich zeigen – die Uni hat bereits um eine Zusatzstelle in Wien angesucht.

Die beiden Mitarbeiterinnen des Russlandzentrums haben ihre Arbeit nicht verloren: Die Uni übernimmt bis Jahresende ihre Gehälter, die zuletzt von den Russen bezahlt wurden. Kostenpunkt: gut 40.000 Euro. Man habe soziale Verantwortung, sagt Lehnert. „Wir helfen nun, Anschlussstellen zu finden.“

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