07.07.2022 18:00 |

Riesiger Schaden

Großbrand: Schaulustige behinderten Löscharbeiten

200 Feuerwehrleute aus dem Zillertal in Tirol kämpften am frühen Mittwochabend gegen ein Flammeninferno auf einem Bauernhof in Zell am Ziller. Das Wirtschaftsgebäude wurde total zerstört und der Wohntrakt stark beschädigt. Die Brandursache ist vorerst unklar.

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Die gute Nachricht gleich vorweg: Dem 40-jährigen Besitzer des Hofs gelang es rechtzeitig, die Bewohner – darunter zahlreiche Urlaubsgäste – in Sicherheit zu bringen. Lediglich eine Frau verletzte sich bei der Flucht aus dem Brandobjekt am Fuß und wurde ins Krankenhaus Schwaz eingeliefert. Allerdings starben vier Schweine und zwei Hasen.

„Hörte plötzlich einen Knall“
Der Seniorbauer (67) war kurz nach 17 Uhr im Wirtschaftsgebäude damit beschäftigt, Heu für die Tiere in den Stall herabzuwerfen. „Da hörte er plötzlich einen Knall, dann fing alles sofort an zu brennen“, sagt Alexander Stock, Kommandant-Stellvertreter der Feuerwehr Zell. „Als wir am Einsatzort eintrafen, stand das Stallgebäude bereits in Vollbrand.“

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Ich habe an sich nichts gegen Leute, die zuschauen, wenn sie mit dem Fahrrad oder zu Fuß kommen und dann abseits stehen.

Alexander Stock, Kommandant-Stv. Feuerwehr Zell

Trotz des raschen Einsatzes konnten die Florianis das Übergreifen des Feuers auf das angebaute Wohngebäude nicht verhindern. „Extrem erschwerend bei den Löscharbeiten war der starke Wind, der zum Unglückszeitpunkt wehte“, informiert Alexander Stock. Dafür gelang es den Einsatzkräften, die Ausbreitung des Brands auf Nachbargebäude zu verhindern.

Viele Schaulustige
Erschwert wurden die Löscharbeiten durch viele Schaulustige. „Der Bauernhof befindet sich direkt neben der Zillertalstraße, die zahlreichen Schaulustigen, die mit ihren Autos am Einsatzort standen, haben uns vor allem am Anfang sehr behindert“, ärgert sich Stock. So sei es extrem schwierig gewesen, überhaupt zum Einsatzort zu gelangen.

Stichwort Zillertalstraße: Die musste dann vorübergehend von Zell-Nord bis Ramsau für den gesamten Verkehr gesperrt werden.

Ursache noch unklar
Insgesamt standen rund 200 Feuerwehrleute aus Zell, Aschau, Stumm, Uderns, Ramsau, Schwaz und Jenbach sowie die Betriebsfeuerwehr des Verbunds mit rund 40 Fahrzeugen im Einsatz. Die Florianis mussten wegen immer wieder aufglimmender Glutnester bis 7 Uhr früh am Brandort bleiben. Die Ursache des Feuers war zunächst unbekannt, die Brandermittler der Polizei kommen erst heute nach Zell.

Die evakuierten Gäste sind bei Nachbarn und in Hotels untergebracht, die Besitzer haben ein weiteres Wohnhaus. Die geretteten Tiere fanden Quartier bei einigen Bauern in der Nähe.

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