Ärger über ÖBB

Statt 2,40 Euro Aufpreis gab’s eine saftige Strafe

Eigentlich war für Julia Z. (22) und Dustin B. (23) aus Braunau alles perfekt: Sie landeten nach einem schönen Urlaub auf Kreta am Flughafen Wien und kauften dort beim Ticketautomaten am Bahngleis Fahrkarten für die Zone Wien - Kostenpunkt pro Person 2,40 Euro.

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Nichtsahnend saßen sie im Zug und ließen ihren Urlaub noch einmal Revue passieren. Als der Kontrolleur kam, änderte sich ihre Gefühlslage allerdings schlagartig. „Er hat uns erklärt, dass wir kein gültiges Ticket besitzen. Wir sahen ihn verdutzt an. Er wurde sehr unhöflich und meinte, dass wir nicht in Wien sind und somit unsere Tickets für die nächsten zwei Stationen noch nicht gültig sind“, erzählt Julia Z.

Flughafen in Niederösterreich
Was die beiden jungen Braunauer nämlich nicht wussten: Der Flughafen in Schwechat befindet sich nicht in der Zone Wien, sondern in Niederösterreich. „Wir versuchten, das dem Schaffner auch zu erklären. Wir sagten ihm, dass es uns leidtut und wir gerne das neue, richtige Ticket bezahlen würden. Es ging um eine Differenz von 2,40 Euro“, erklärt das Paar, das ja somit streng genommen als Schwarzfahrer unterwegs war.

105 Euro Strafe
Doch der Kontrolleur zeigte sich unnachgiebig und forderte von den beiden zerknirschten Oberösterreichern eine Fahrgeldnachforderung in der Höhe von 105 Euro pro Person. „Das tut uns leid. Aber das Ticket war ungültig. Im Nahverkehr gelten die Regeln des Verkehrsverbunds Ostregion, und daran müssen wir uns halten. Auch die Höhe der Strafe entspricht den Richtlinien. Im Fernverkehr kann man bei einem Schaffner gegen Aufpreis ein Ticket im Zug lösen“, bestätigt ÖBB-Pressesprecher Bernhard Rieder auf „Krone“-Anfrage die Strafe.

Kurioses Detail: Als die beiden Urlauber nach langem Hin und Her die Strafe in Höhe von 210 Euro schließlich zahlten, waren sie bereits in der gültigen Zone.

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Montag, 08. August 2022
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