Spektakuläre Demo

Mehr als 2000 Besucher bei den Panzergrenadieren

Zu einem Tag der offenen Tür mit umfassender Leistungsschau luden die Panzergrenadiere aus Großmittel (Niederösterreich) ein. Für die musikalische Umrahmung der Veranstaltung sorgte die Militärmusik Burgenland. Die „Krone“ war mit dabei.

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Die im niederösterreichisch-burgenländischen Grenzgebiet gelegene Jansakaserne in Großmittel ist Heimat des Panzergrenadierbataillons 35, das mit dem Schützenpanzer Ulan ausgestattet ist. Aufgrund der Nähe zum Burgenland besteht die Einheit zu rund 20 Prozent aus Burgenländern. Der Schützenpanzer Ulan (benannt nach einem Teil der Kavallerie der österreichisch-ungarischen Monarchie) kann mit seiner dreiköpfigen Besatzung (Kommandant, Richtschütze und Fahrer) acht voll ausgerüstete Panzergrenadiere ins Einsatzgebiet bringen.

Große Leistungsschau
Beim Tag der offenen Tür anlässlich „100 Jahre Niederösterreich“ konnten die Besucher, darunter auch der Bezirkshauptmann von Wiener Neustadt, Markus Sauer, neben dem Schützenpanzer Ulan auch weitere Modelle der österreichischen Panzertruppe, darunter den Leopard 2 sowie diverse Bergepanzer, aus nächster Nähe in Augenschein nehmen.

Weiters gab es Vorführungen im militärischen Nahkampf sowie ein Platzkonzert der Militärmusik Burgenland. Für Speis und Trank war ebenso gesorgt, wie für Unterhaltung. Während für die Kinder beispielsweise eine Hüpfburg zur Verfügung stand, konnten die Erwachsenen ihre Zielgenauigkeit beim Luftgewehrschießen unter Beweis stellen und - bei entsprechend hoher Punkteanzahl - sogar ein Freigetränk gewinnen.

Realistische Gefechtsvorführung
Höhepunkt waren jedoch zweifelsohne die dynamischen Gefechtsvorführungen am Vormittag sowie am Nachmittag unter Beteiligung von Infanterie, Panzergrenadieren und Schützenpanzern. „Die Annahme war, dass eine motorisierte Patrouille während einer Friedensmission von Rebellen attackiert wird“, so Bataillonskommandant Oberst Mario Ernst zur „Krone“.

Durch die Attacke der Aufständischen wurde ein Bundesheer-Soldat verletzt. Ernst: „Während der Verwundete von einem Kameraden versorgt wurde, nahmen die übrigen Soldaten den Feuerkampf auf und forderten Verstärkung an.“

Kurz darauf traf ein Halbzug (drei Stück) Ulan-Schützenpanzer mit Panzergrenadieren ein. Unterstützt durch das Deckungsfeuer der Ulan konnten die Panzergrenadiere das Gebäude, in dem sich die Aufständischen verschanzt hatten, im Sturm unter Ausnutzung des Überraschungsmoments nehmen. Dabei wurden zwei Gegner neutralisiert und ein weiterer gefangen genommen. Nachdem das Einsatzgebiet gesichert war, konnte der verwundete Bundesheerangehörige von einem Sanitätskraftfahrzeug abtransportiert werden.

Zitat Icon

Ein Szenario wie wir es gezeigt haben, kann jederzeit bei friedenserhaltenden Missionen im Ausland eintreten. Deshalb ist es wichtig, so etwas regelmäßig zu trainieren.

Oberst Mario Ernst

Im Anschluss an die Gefechtsübung lud das Panzergrenadierbataillon 35 die sichtlich beeindruckten Besucher zu Rundfahrten im Ulan ein. Zudem erneuerte die Einheit ihre Partnerschaft mit General Dynamics sowie der Helvetia Versicherung.

Kommandant Oberst Ernst zog am Abend eine positive Bilanz: „Ich bin stolz auf alle Kameradinnen und Kameraden, die heute ihr Können gezeigt haben. Wir durften deutlich mehr als 2.000 Besucher begrüßen und das zeigt, wie groß das Interesse der Bürger am Bundesheer ist.“

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