40 Jahre Gijon

Schachner: „Wie Depp gelaufen – schäme mich nicht“

Fußball International
16.06.2022 19:27

Vor 40 Jahren sorgte Walter Schachner per Goldtor gegen Chile für einen perfekten Start in die Fußball-Weltmeisterschaft 1982 - was folgte, war das Ball-Geschiebe in Gijon ...

„Die besseren Fußballer haben wir jetzt vielleicht. Aber wir waren bei einer WM!“ Walter Schachner bescherte Österreichs Fußball mit seinem Goldtor gegen Chile, genau vor 40 Jahren, einen perfekten Auftakt in die Endrunde. Die sportlich erfolgreich verlaufen ist. Weil Schachner - neben Hans Krankl - auch im zweiten Gruppenspiel beim 2:0 gegen Algerien traf. Der Aufstieg in die Zwischenrunde war dennoch nicht gewiss - so kam es am 25. Juni 1982 zum Ball-Geschiebe von Gijon, das vor allem für Schachner zur speziellen Geschichte wurde.

(Bild: GEPA)

„Immer wenn ich angerufen werde, sage ich, was die Wahrheit ist. Ich bin gelaufen wie ein Depp - dafür schäme ich mich nicht!“ Schoko war der einzige, der in das „Stillhalteabkommen“ (Deutschland brauchte einen Sieg, Österreich reichte eine knappe Niederlage) nicht eingeweiht war. „Ich war zur Pause richtig angefressen, dass wir den Ball so oft zurückspielt haben“, erinnert er sich nach dem frühen 0:1 durch Horst Hrubesch in der zehnten Minute.

„Ich habe nicht mitbekommen, dass sich der Rest am Ende der Pause unterhalten hat. Dann bin ich nach einem Pass in den Strafraum mit Stielike und Briegel zusammengekommen - da habe ich gemerkt, dass nicht mehr viel gelaufen wird!“ Mit Abstand ist aber auch Schachner klar. „So hart es für Algerien war - das hätte jeder so gemacht!“

(Bild: GEPA)

Und die WM (24 Teams) wurde mit der Qualifikation für die Zwischenrunde trotz atmosphärischer Störungen sportlich ein Erfolg. Auch für Schachner, heute Botschafter seines Heimatklubs KAIF Energy Leoben. „Ein Tor bei meiner ersten WM 1978, zwei Treffer bei meiner zweiten vier Jahre später - danach hatte ich eine Super-Saison bei Cesena!“ So stark sich die heutigen Legionäre in Top-Ligen präsentieren, bei der heurigen WM in Katar ist Österreich einmal mehr nur Beobachter aus der Ferne ...

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(Bild: KMM)



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