IMAS-Studie

Pandemie hinterlässt tiefe Spuren in den Hörsälen

In zwei Jahren Pandemie wurden Online-Vorlesungen für 23.000 Studierende zum Alltag an der Linzer JKU. Der fehlende, direkte Austausch mit anderen hat „verheerende Folgen für das Sozialleben und den Studienerfolg“, sagt Vanessa Fuchs von der ÖH. Laut einer IMAS-Studie fühlen sich 67 Prozent allein gelassen.
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Mit Corona schlief gezwungenermaßen an der Linzer JKU das Campusleben ein. Der Großteil der Vorlesungen wurde auf Online-Formate umgestellt, erst später wurden zumindest Labore wieder geöffnet. Doch das Leben am Campus kehrt erst jetzt, nach zwei Jahren Stillstand, wieder zurück. Da sind bereits tiefe Kratzer in der psychischen Gesundheit der Studierenden zu sehen, wie eine IMAS-Studie nun ans Licht bringt: Rund 67 Prozent geben an, dass sie ihre Mitstudierenden nicht oder kaum kennen; 58 % sagen, dass sie unter der Belastung der Corona-Pandemie leiden und antriebslos sind.

Wenige profitierten auch
„Das ist für uns alarmierend!“, sagt Vanessa Fuchs, Jusstudentin und Vorsitzende der ÖH, die die Studie beauftragte. Die fehlenden sozialen Kontakte beeinflussten auch die Lernmotivation, was in der Folge Studienerfolge bremste: „Ich habe immer wieder gehört, dass Studienanfänger sogar sagten: ’Wenn das so weitergeht, breche ich mein Studium ab.’“ Es gab aber auch Sympathie für die Online-Lehre, nämlich bei berufstätigen Studierenden.

Derzeit kehrt das Campusleben zurück: „Wir steuern dem Frust mit Mentoringprogrammen entgegen“, sagt Fuchs. Auch Mensafeste gibt es wieder. Und sie betont: „Die JKU muss in Zukunft offen bleiben!“

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