14.04.2022 07:00 |

Kindergärten

Schließungen im Herbst drohen

Wegen des Personalmangels in den Kindergärten in Salzburg könnte es in der Landeshauptstadt im Herbst zu Gruppenschließungen kommen, wie Stadt-Vize Bernhard Auinger bestätigte. Daher wird der Ruf nach Gesetzesänderungen immer lauter. Mehr Hilfskräfte sollen so zum Zug kommen. Davon gäbe es genug. Auch der Zugang zur Ausbildung soll vereinfacht werden.

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Drastische Worte findet Salzburgs Vizebürgermeister Bernhard Auinger zur Lage in den heimischen Kindergärten. Denn für den kommenden Herbst schaut es alles andere als gut aus. „Die Eltern müssen sich darauf einstellen, dass im September möglicherweise nicht mehr alle Gruppen aufsperren werden.“ Bis zu 200 Kinder könnten davon betroffen sein. Grund ist der Personalmangel in den Einrichtungen der Landeshauptstadt. Das Grundproblem: Der Bund hat kräftig in den Ausbau der Einrichtungen investiert. Sprich es wurden viele neue Plätze geschaffen. Gleichzeitig wurde die Zahl der auszubildenden Pädagogen an der Bildungsanstalt für Elementarpädagogik (BAfEP) nicht erhöht. „Da ist es klar, dass es sich irgendwann nicht mehr ausgehen wird“, so Auinger. Bereits im vergangenem Herbst hat er, wie berichtet, gemeinsam mit den privaten Einrichtungen Lösungsvorschläge an das Bundesministerium geschickt. Laut Stadtvize hat der damalige Bildungsminister Heinz Faßmann das Problem wahrgenommen, aber seither ist - auch durch den Wechsel im Ministerium - nichts geschehen.

Lehrer können nun nicht mehr aushelfen
Monika Baumann, Leiterin des Kindergartenreferats der Stadt, fordert daher gerade bei der Ausbildung einen leichteren Zugang um auch Quereinsteiger zu motivieren. So sollte in verschiedenen Fällen etwa die Maturapflicht entfallen. Auch könnten eine Änderung bei der Hilfskräfte-Regelung für Entspannung sorgen. Denn von diesen gäbe es genug. „Wir haben vor allem Probleme bei den Gruppenleiterinnen“, so Baumann. Früher sind immer wieder Lehrerin bei Engpässen eingesprungen. Diese fanden durch den Lehrermangel aber Stellen in ihrem Beruf.

Neues Gehaltsschema soll Beruf attraktiver machen
Prinzipiell scheitere es nicht am Stellenplan. Denn 380 Posten wären genug – derzeit fehlen aber mindestens 22 Pädagogen.

Personalvertreter Walter Fuchsbauer will auch an der Gehaltsschraube drehen. Derzeit wird ein neues Gehaltsschema erarbeitet. Neue Kräfte würden dann mit höheren Bezügen starten. Auch bestehendes Personal könnte dann ins neue Schema wechseln. Ein Nachteil der Stadt im Kampf um die Mitarbeiter: Längere Öffnungszeiten der Einrichtungen im Gegensatz zu den Kindergärten in den Umlandgemeinden.

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