Duell mit ÖFB-Team

Wales: „Zufalls-Teamchef“ mehr als ein Platzhalter

Rob Page „verdankt“ seinen Job bei Wales den schweren Vorwürfen gegen Ex-Superstar Ryan Giggs. Der „Zufalls-Teamchef“ setzt gegen Österreich morgen auf Emotionen.

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Glatze. Tattoo am Unterarm, selten mit Anzug und Krawatte. Optisch ist Rob Page ein rauer Kerl. Aber mit Herz und Leidenschaft. „Mein Gefühl überstimmt oft meinen Kopf“, sagte er über sich. So war der 47-Jährige auch als Verteidiger. Wenn es bei seinen Klubs eng wurde, ging er als Kapitän stets voran. Auch in 41 Länderspielen. Emotionen und Zusammenhalt sind Page wichtig - so führt er jetzt auch morgen gegen Österreich die Drachen an: „Wir sind aufgeregt, müssen im Spiel zuerst die Drecksarbeit erledigen. So können wir die Besten der Welt fordern.“

Dabei ist er nur ein „Zufalls-Teamchef“. Im August 2019 stieß der damalige U21-Coach als Assistent von Ryan Giggs zum walisischen A-Team, seit November 2020 führt er es an. Weil gegen Giggs schwere Vorwürfe erhoben wurden. Der einstige Superstar von ManUnited soll seiner Ex-Freundin einen Kopfstoß verpasst, deren Schwester geschlagen haben. Er ist auf Kaution auf freiem Fuß. Sein Prozess, in dem er sich reinwaschen will, wurde mangels Ressourcen in Corona-Zeiten mehrmals verschoben. Am 8. August gibt’s den nächsten Anlauf.

Bis dahin macht Page für „meinen Freund, der jetzt mit uns mitfiebert“, weiter den Platzhalter als oberster Fußballchef des Landes. Und zwar erfolgreich. Bei der EURO führte er Wales bis ins Achtelfinale, machte die Drachen zur Nummer 20 der Weltrangliste.

Letzte Heimpleite 2018
Für Page gehen die Stars durchs Feuer. Vor allem daheim in Cardiff. Noch nie verlor Wales in seiner Ära ein Heimspiel. Die letzte Leermeldung daheim gab’s 2018 gegen Dänemark. Das ist 16 Heimspiele her, da war noch Giggs der Chef …

Rainer Bortenschlager
Rainer Bortenschlager
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