Die Eigentümer des US-Baseball-Teams Chicago Cubs und der Gründer des Hedgefonds Citadel bereiten ein gemeinsames Übernahmeangebot für den englischen Fußball-Topclub Chelsea vor. Die Ricketts-Familie als Cubs-Besitzer und Citadel-Gründer Kenneth Griffin als Privatperson planen demnach am Freitag ein formelles Angebot für den Londoner Club abzugeben. Das bestätigte ein Sprecher von Griffin der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch.
Nach dem Rückzug des russischen Oligarchen Roman Abramowitsch steht der Premier-League-Club zum Verkauf. Abramowitsch war zuvor zunehmend wegen seiner Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin in die Kritik geraten. Großbritannien hatte wegen des russischen Angriffskrieges in der Ukraine weitreichende Maßnahmen gegen den Club verhängt. Der Club-Weltmeister darf ab sofort keine Spielertransfers mehr tätigen, keine Eintrittskarten für zukünftige Spiele verkaufen und musste sämtliche Fanshops schließen.
Abramowitsch hatte Chelsea im Jahr 2003 gekauft und war seitdem als Clubpatron aufgetreten. Er soll über seine Firma Fordstam Limited insgesamt 1,5 Milliarden Pfund (1,79 Milliarden Euro) in den Londoner Club hineingepumpt haben. Die Investitionen resultierten in der erfolgreichsten Ära des zuvor mäßig erfolgreichen Clubs. Unter Abramowitsch gewann Chelsea zweimal die Champions League und holte je fünfmal die Meisterschaft und den FA-Cup.










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