15. Auslandseinsatz

Rotkreuz-Offizier (56) hilft im Kriegsgebiet

Rotkreuz-Offizier Andreas Hattinger ist ab 17. März in der ukrainischen Grenzstadt Uschgorod stationiert. Er soll das lokale Rote Kreuz unterstützen und bei der Kooperation mit internationalen Hilfsorganisationen mithelfen. Der Innviertler (56) gilt als erfahrener Routinier für Krisenregionen – es ist sein 15. Auslandseinsatz.
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Angst hat Andreas Hattinger keine, nicht einmal Sorge, wenn er an seinen bevorstehenden Rotkreuz-Einsatz in der Ukraine denkt. „Ich gehe aber mit Respekt an diese Aufgabe heran“, betont der 56-Jährige aus Geboltskirchen, der seit 1986 für das Rote Kreuz arbeitet. „Würde ich mich fürchten, wäre ich für diesen Einsatz ungeeignet. Dass die Lage dort jedoch kritisch ist und noch viel instabiler werden kann, sollte einem vorab schon bewusst sein. Doch dafür bin ich ausgebildet worden“, erklärt der verheiratete Vater zweier Töchter.

Auf der ganzen Welt unterwegs
Es ist Hattingers 15. Auslandseinsatz. Sein erster führte den gelernten Fernmeldetechniker einst für die UN auf den Golan, wo er als Wachsoldat und Sanitäter Dienst verrichtete. Sein zweiter brachte ihn nach Ruanda, wo ein Bürgerkrieg zwischen den Volksgruppen der Hutus und Tutsis ausgebrochen war, dem 800.000 Menschen zum Opfer fielen. Weitere Kriseneinsätze absolvierte der Innviertler – vor allem als Trinkwasserexperte – unter anderem in der indonesischen Provinz Aceh nach dem Tsunami, in Mosambik, auf Sumatra, im Iran und in Pakistan. 2016 half er auch in dem berüchtigten Flüchtlingslager Idomeni (Griechenland) mit.

Keine Schutzausrüstung dabei
Diesmal bricht er mit einem ungarischen Rotkreuz-Kollegen in die Stadt Uschgorod (120.000 Einwohner) nahe der slowakischen Grenze auf. „Wir schauen uns an, wo man helfen muss, und versuchen das dann mit ukrainischen Kollegen und dem internationalen Roten Kreuz abzustimmen“, erklärt Hattinger. Schutzausrüstung nimmt er keine mit. In der Vergangenheit absolvierte er aber Trainings bei der Cobra, dem Bundesheer-Jagdkommando und der Wiener Sondereinheit Wega.

Für Ehefrau Evelyn und die Töchter Juliane und Annika sind solche Auslandseinsätze nicht immer einfach. Hattinger: „Passieren kann natürlich immer etwas, doch es gibt Sicherheitspläne, falls die Situation eskaliert.“

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Donnerstag, 26. Mai 2022
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