39-Jähriger verurteilt

Prozess nach Feuerdrama mit Todesopfer in Traisen

Niederösterreich
16.03.2022 06:08

Es waren dramatische Szenen, die sich Ende Oktober bei einem Brand in Niederösterreich abspielten: Eltern, die in Panik ihr Kind aus dem Fenster werfen wollen. Eine Frau, die bei der Flucht aus dem fünften Stock stürzt. Auslöser: Ein Drogenkranker war bei brennender Kerze eingeschlafen. Der 39-Jährige wurde zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung - nicht rechtskräftig - verurteilt. 

Es war ein Einsatz, der selbst erfahrene Feuerwehrleute an ihre Grenzen brachte. Massive Hitzeentwicklung, eine defekte Rauchabzugsklappe, das Stiegenhaus in Vollbrand: In der Nacht auf den 30. Oktober vorigen Jahres kam es gegen 2.20 Uhr in einem Mehrparteien-Wohnhaus in Traisen im Bezirk Lilienfeld zu einem verheerenden Feuer. Rund 50 Personen mussten über Leitern evakuiert werden, es gab Verletzte, darunter auch ein Kleinkind.

Brennende Kerze als Brandursache
Eine 88-jährige Bewohnerin ließ bei dem Brand ihr Leben. Sie starb an einer Rauchgasvergiftung. Im Landesgericht St. Pölten musste sich jetzt der Verursacher der Feuersbrunst verantworten. Ein Drogenkranker war bei brennender Kerze im Vollrausch eingeschlafen. Erinnern kann er sich an nichts. Er wurde wegen Herbeiführung einer Feuersbrunst zu zwölf Monaten Haft auf Bewährung samt Geldstrafe verurteilt. Unter Tränen entschuldigte er sich bei den im Saal anwesenden Opfern.

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