Mi, 19. September 2018

Erschreckende Bilanz

28.05.2011 18:04

Steiermark einsame Spitze bei tödlichen Motorradunfällen

Als am vergangenen Dienstag ein junger Biker in Wettmannstätten beim Zusammenstoß mit einem Auto ums Leben kam, ist dies heuer bereits der siebente tödliche Motorradunfall in der Steiermark gewesen. In ganz Österreich gab es 14 Todesopfer - somit ereignete sich jeder zweite tödliche Biker-Unfall in unserem Bundesland.

Die Zahl der tödlichen Motorradunfälle ist heuer (vom 1. Jänner bis 26. Mai) stark angestiegen. Im Vorjahr hatte es in diesem Zeitraum "nur" neun Opfer gegeben, rechnet der Verkehrsclub Österreich vor.

In Wien, Salzburg und Vorarlberg ist 2011 bislang noch kein einziger Biker ums Leben gekommen. Kärnten, Oberösterreich und Tirol sind die Bundesländer mit je einem Todesopfer. Je zwei gab es in Niederösterreich und im Burgenland.

Alle starben auf Landes- oder Bundesstraßen
Auffallend ist, dass sich sämtliche tödlichen Biker-Unfälle auf Landes- und Bundesstraßen ereigneten. Die hauptsächlichen Ursachen von schweren Unfällen sind Raserei, Unachtsamkeit, riskantes Überholen und Fahrfehler.

Der Verkehrsclub fordert niedrigere Tempolimits, verstärkte Verkehrskontrollen und eine verstärkte Bewusstseinsarbeit. Denn Motorräder sind die mit Abstand gefährlichsten Verkehrsmittel. Das tödliche Unfallrisiko ist pro Kilometer 19-mal so hoch wie mit dem Pkw und 40-mal so hoch wie mit der Bahn.

Archivbild

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