06.03.2022 12:30 |

Aus Ukraine gerettet

Nach Flucht: Zuversichtlich in ganz neues Leben

Nach Tagen des Bangens ist es endlich Wirklichkeit. Yoldash, Gözel und die kleine Leyla sind Putins Terror entkommen. Die „Krone“ traf sich am Tag nach der Flucht mit der überglücklichen Familie in Hof (Salzburg).

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Die Erleichterung ist der Familie Tredak ins Gesicht geschrieben. Nach Tagen des Bangens sind Yoldash, Gözel und die kleine Leyla endlich wirklich in Hof angekommen. Am Freitag kam die Familie nach der strapaziösen Flucht erstmals wieder zum Durchatmen. Nachdem die Familie die Nacht gratis im Gasthof Post verbracht hat, geht es nun in die vorläufige Bleibe nach Fuschl. Dort kommen die drei fürs Erste im Appartementhaus von Simone Meißnitzer unter. „Wir haben keine großen Pläne. Wir sind einfach froh, dass wir es geschafft haben“, erklärt Gözel im Gespräch mit der „Krone“. Langfristig hoffen sie aber, wieder in ihre Wahl-Heimat zurückkehren und ihre Masterstudien abschließen zu können. Nun müssen die drei, die angesichts von Putins Terror ihr altes Leben hinter sich lassen mussten, aber erst einmal realisieren, was passiert ist.

Nervenaufreibende Flucht mit glücklichem Ende
Die Flucht sei „sehr, sehr schwierig gewesen“. Für die wenigen Kilometer zum Kiewer Bahnhof brauchte das Trio aufgrund des russischen Angriffs mehrere Stunden. Auf dem Bahnsteig mussten die Jung-Eltern dann mehr als zwölf Stunden auf einen Zug Richtung Westen warten. Nur mit viel Glück ergatterten sie einen Platz. Ihr Hab und Gut mussten die drei in Kiew zurücklassen. Ob sie ihre vier Wände jemals wieder sehen, ist ungewiss.

Das größte Problem sind momentan die Papiere der Familie, die abgelaufen sind. „Wir müssten zum Verlängern nach Turkmenistan, aber das geht nicht. Die Grenzen sind seit zwei Jahren dicht“, erklärt Yoldash. Das Ehepaar Tredak ist immer noch überwältigt von der Unterstützung aus der Bevölkerung.

Hilfsbereitschaft in Hof war überwältigend
Insgesamt neun Auto-Ladungen Sachspenden wurden an Andi Tredaks Elternhaus abgegeben. Einen Teil brachte Andi selbst mit dem, vom Fußballverein UR Mondsee geliehenen Bus ins Flüchtlingslager nach Polen. Der Rest ist mit einem Sammeltransport unterwegs. Auch sonst gab es reichlich Unterstützung. Egal ob Vizebürgermeisterin, ADEG-Markt oder „Hofer helfen Hofern“ – alle hätten einen gewaltigen Beitrag geleistet, zeigt sich Andi Tredak sichtlich gerührt.

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