02.02.2022 09:38 |

Ohne LVS-Gerät

Freerider (21) komplett von Lawine verschüttet

Riesenglück hatten am Dienstag gleich mehrere Skifahrer im Skigebiet Warth-Schröcken (Vorarlberg). Bei Lawinenabgängen wurden insgesamt drei Personen - teils komplett - verschüttet. Erschreckend dabei: Ein 21-Jähriger war trotz des starken Schneefalls und der damit verbundenen Lawinengefahr ohne Lawinenverschüttetensuchgerät (LVS) im freien Skiraum unterwegs.

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Gegen 13.35 Uhr fuhren zwei Brüder im Variantenbereich neben der Piste im Bereich des Steffisalp Express im freien Gelände ab. Der 21-jährige Skifahrer fuhr an erster Stelle und querte vom Kammbereich in ein Tobel ein, wobei er bei der Einfahrt in den Hang ein Schneebrett auslöste. Der junge Mann wurde rund 100 Meter durch die Lawine mitgerissen und anschließend in einer Tiefe von 1,40 Zentimeter komplett verschüttet. Er trug keine LVS-Ausrüstung.

30 Minuten unter Schneemassen begraben
Sein 23-jähriger Bruder, der von der Lawine nicht mitgerissen wurde, beobachtete den Unfallhergang, verständigte sofort die Einsatzkräfte und begann umgehend mit den Rettungsmaßnahmen. Der verschüttete Skifahrer konnte nach rund 30 Minuten von der Bergrettung unterkühlt geborgen werden. Er wurde zur weiteren Behandlung ins Landeskrankenhaus nach Bregenz gebracht.

Weitere Lawinenabgänge wenig später
Nur wenige Minuten zuvor war es in unmittelbarer Nähe schon zu einem anderen Zwischenfall gekommen. Gegen 13.10 Uhr begab sich eine neunköpfige Gruppe unmittelbar bei der Bergstation des Steffisalp Express ins freie Skigelände und fuhr im Hubertobel ab. Als im Gegenhang eine kleine Lawine abging, wurde ein 53-jähriger Skifahrer durch diese bis zur Hüfte verschüttet, konnte sich aber gleich selbst befreien und weiterfahren.

Unmittelbar danach löste sich ein zweites Schneebrett, wodurch ein 61-jähriger Mann komplett verschüttet wurde. Er konnte durch die sofortige LVS-Suche nach rund 15 Minuten leicht verletzt mit Unterkühlung durch die Kameraden geborgen werden. Der 61-Jährige wurde zur weiteren Behandlung ins LKH Feldkirch gebracht.

 Vorarlberg-Krone
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