Inflation kritisch

Nach Corona-Krise droht große Schuldenfalle

Stundungen, Privatkonkursantrags-Stopp von Sozialversicherung und Finanz sorgten dafür, dass die Zahl der Klienten bei Schuldnerhilfe und Schuldnerberatung in OÖ in den Corona-Jahren sank. Doch Inflation und Auslaufen der Erleichterungen, dazu drohende Zinssteigerungen, spannen die Schuldenfalle.
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Rund 10.000 Landsleute sind bei beiden Institutionen aktiv in Beratung. Und Thomas Berghuber von der Schuldnerberatung OÖ ist sicher, dass bald die Zahl der neuen Fälle steigen wird. Denn zu den auslaufenden Erleichterungen kommt vor allem die Inflation dazu, die bei Heizen, Strom und Miete schlagend wird. „Wenn’s eng wird, früh genug und ehrlich und vollständig das Haushaltsbudget durchgehen“, rät Berghuber. Wer in die Schuldenspirale gerät, kann damit rechnen, dass sich die Außenstände durch Zins und Zinseszins, dazu Mahn- und Gerichtskosten, binnen drei Jahre verdoppeln, in sechs Jahren sogar verdreifachen.

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Die Teuerung beim Spritpreis spürt man sofort, auch bei der Miete. Die steigenden Energiepreise werden erst später schlagend, aber man muss sich jetzt vorbereiten.

Thomas Berghuber, Chef der Schuldnerberatung OÖ

Wo man sparen kann?
„Da gibt’s kein Patentrezept, das muss man individuell anschauen“, sagt der Schuldnerberater. Versicherungen durchforsten, Energieanbieter wechseln, die Notwendigkeit des Zweitautos hinterfragen, den Bausparvertrag ruhend stellen, Rauchen aufgeben - „da hat jeder andere Möglichkeiten“.

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Sonntag, 29. Mai 2022
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