23.01.2022 06:00 |

„22 Uhr Ende ist blöd“

Kitz-Partynacht mit Handbremse und Sperrstunde

Nach der Streif stürzen sich viele Rennfans naturgemäß ins Kitzbüheler Nachtleben. Doch die große Skiparty stieg heuer Corona-bedingt nicht.

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Die Bässe wummern, der Alkohol fließt. Doch die Bar ist zu. Wer aufsteht, trägt Maske, getanzt wird maximal im Sitzen. Diese erste Hahnenkamm-Partynacht seit Corona ist anders als früher. „Ruhig, sehr ruhig“, bringt es Christian Huber auf den Punkt. Er hält als Security-Mann vor einem Lokal die Stellung, kontrolliert vor allem 2G-Nachweise.

„Normalerweise ist es hier um die Zeit bummvoll“, lässt Huber den Blick über den leeren Platz schweifen, „aber man muss froh sein, dass die Lokale wenigstens aufsperren dürfen.“ Die meisten Partytiger, die die „Krone“ in den Bars trifft, sind Einheimische. Auch Louis und seine Freunde kommen aus der Gamsstadt und sind nicht wegen des Spektakels auf der Streif unterwegs. „Uns gefällt es super!“ Aber: „Wir sind schon schlecht drauf, wenn um 22 Uhr Schluss ist.“

Zwei Drittel weniger Casino-Besucher
Wenige Häuser weiter, im Casino, öffnen die Spieltische wegen der Sperrstunde eine Stunde früher. Laut Floor-Manager Dieter Ebermayer ist die Besucherzahl auf ein Drittel von dem geschrumpft, was im Jahre 2020 am Hahnenkamm-Wochenende los war. Damals standen drei Securitys vor dem Eingang - heuer braucht es keine.

In anderen Lokalen werden die Türsteher sehr wohl benötigt. Zwei junge Frauen - Stammgäste - diskutieren hitzig mit einem Sicherheitsmann, der sie nicht reinlässt. Die Tischreservierung fehlt, die Sitzplätze im Lokal sind belegt, und feiern im Stehen ist verboten.

Pünktlich um 22 Uhr sperren die Lokale zu
Ähnliches in einer anderen Bar: „Setzt euch bitte hin!“, lautet die Aufforderung des Barkeepers an zwei Gäste, die am Tresen auf ihre Getränke warten. Um 21.30 Uhr beginnt der Kellner zu warnen: „Wollt ihr noch was bestellen oder zahlen?“

Dann, kurz vor 22 Uhr, strömen die Nachtschwärmer in die Innenstadt und wandern langsam heimwärts. Die Stimmung ist feucht-fröhlich, aber entspannt. Moritz, Philipp und Patrick aus Bayern suchen ein Taxi. Sie sind zum Skifahren in Tirol. Die Sperrstunde? „Sind wir gewohnt.“ Auch in Bayern macht um 22 Uhr alles zu. Das Fazit zur kurzen Partynacht: „Super, aber wegen der Corona-Auflagen natürlich beschränkt.“ Ähnlich sieht das die Gruppe junger Kitzbühelerinnen rund um Laura: „Um 22 Uhr heimzugehen, ist blöd. Das ist kein Hahnenkamm-Freitag wie sonst, sehr schade.“

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